1. Lokales
  2. Eifel

Simmerath: Reden statt „Wettrüsten” der Kommunen

Simmerath : Reden statt „Wettrüsten” der Kommunen

Die Idee macht Sinn: Die Kommunen im Kreis Aachen sollen bei der Ansiedlung von großflächigen Verbrauchermärkten künftig nicht mehr ihr eigenes Süppchen kochen, sondern über den Horizont schauen. Aus diesem Grunde wurde im Rahmen der Städteregion ein regionales interkommunales Einzelhandelskonzept von einem Kölner Beratungsbüro erarbeitet.

Sinn der Übung ist es, dass innerstädtische Zentren erhalten bleiben und nicht von Großprojekten auf der grünen Wiese verdrängt werden. Daher sollen Neuansiedlungen in vorhandenen zentralen Versorgungsbereichen Vorrang genießen. Neuansiedlungen außerhalb der Zentren sind aber damit nicht grundsätzlich ausgeschlossen.

Das Gutachten liefert nun praxisnahe Vorschläge zur Bestimmung geeigneter Standorte, verkürzt die Genehmigungsverfahren und möchte vor allem die interkommunale Abstimmung verbessern. Nun müssen nur noch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden verbindlich einer Rahmenvereinbarung zustimmen, dass sie dieses Konzept auch konsequent mittragen. Dabei geht es allerdings nur um großflächige Einzelhandelsvorhaben über 800 Quadratmeter Größe.

„Das Wettrüsten benachbarter Kommunen soll gestoppt werden”, erläuterte jetzt Detlef Funken von der Geschäftsstelle der Städteregion Aachen im Simmerather Hauptausschuss das Gutachten. Doch letztlich reichte es in Simmerath nicht zu mehr als einem freundlichen Kopfnicken der Kenntnisnahme. Die Zustimmung zur Rahmenvereinbarung will man erst nach einer weiteren Beratung im Planungsausschuss geben.