Lammersdorf: Radfahrgruppe des TuS Lammersdorf mischt am Nürburgring mit

Lammersdorf: Radfahrgruppe des TuS Lammersdorf mischt am Nürburgring mit

Bereits einige Stunden nach Start des 24-Stunden-Rennens bei Rad am Ring gingen auf einigen Handys der teilnehmenden Mountainbiker und Rennradfahrer der „Laimisch Riders“ die ersten aufmunternden Nachrichten ein. „Wünschen Euch Glück, warme Decken und Heizpilze“ hieß es da beispielsweise auf dem Handy von Michael Krumbeck.

Die genannten Aufwärmgegenstände waren auch notwendig, da katastrophale Wetterverhältnisse ab den frühen Abendstunden den Radsportlern alles abverlangten und schließlich am frühen Sonntagmorgen aus Sicherheitsgründen eine mehrstündige Unterbrechung der Rennen erforderlich machten.

„Von 635 gestarteten Viererteams bei den Rennrädern traten beim Restart am Sonntagmorgen nur noch 160 Teams an“, schildert Michael Krumbeck, der zusammen mit Herbert Petrzik, Berthold Mühlenhöver und Andreas Krumbeck auf dem Rennrad durch Nebel, Kälte, Nacht und Regen fuhr. Von den TuS-Radsportlern, die mit insgesamt 14 Mann bei diesem Katastrophen-Rennen am Nürburgring dabei waren und sich hierauf seit März vorbereitet hatten, schmiss trotz aller Plagen keiner das Handtuch. „Da sind wir alle auch schon ziemlich stolz drauf“, meint Krumbeck hierzu und ergänzt, dass viel Schmerz aus den Muskeln entweicht, wenn man am Ende über die Ziellinie auf der Grand Prix-Strecke fährt.

Beim Start am Samstagmittag hatte alles noch prima ausgesehen, bevor es dann am frühen Abend spürbar kälter wurde und der Himmel seine Schleusen öffnete. Bis dahin hatten die Rennradfahrer sicher auch noch alle Ambitionen, auf der 25-Kilometer-Nordschleife den Rundenrekord des Österreichers Strasser mit 28 Runden aus dem Vorjahr zu brechen. Daraus wurde jedoch aufgrund der aufkommenden Wetterverhältnisse nichts.

Nach einigen halbwegs trockenen Stunden kam es für die Sportler dann am Sonntagmorgen gegen 4 Uhr knüppelhart. Neben heftigen Regenfällen wurde zuerst die Mountainbike-Strecke an einigen Stellen nahezu unpassierbar. Zudem setzte ein starkes Gewitter ein, wozu Michael Krumbeck anmerkt: „Da hattest du schon ein komisches Gefühl beim Fahren. Hinzu kam, dass die Bremsen überhaupt nicht mehr griffen“. Nach mehreren Unfällen bei den Moutainbikern erwischte es dann auch die Rennradfahrer, da an einigen Streckenabschnitten der Nordschleife Schlamm über die Fahrbahn lief. Daraufhin und auch aus Sorge um die Gesundheit der Fahrer wurde das Rennen unterbrochen. Es war die erste Unterbrechung in der Geschichte von Rad am Ring seit 1978.

Um 8.30 Uhr am Sonntagmorgen erfolgte dann der Re-Start für die Verbliebenen in den beiden Gruppen. Bis zum Rennende um 13.15 Uhr waren Nieselregen und Nebel allerdings weiterhin ständige Begleiter der Aktiven. Der Leiter der Lammersdorfer Radsportgruppe, Gunar Misof, äußerte sich nach dem Rennen trotzdem zufrieden. Dies lag wohl auch daran, dass sich die Mühen des monatelange Vorbereitungstrainings ausgezahlt und alle „Laimisch Riders“ die Strapazen durchhielten.

Bei den Einzelfahrern der Mountainbiker schnitt Stefan Röder, im Vorjahr sensationell Zweiter, wieder hervorragend ab. Trotz eines wesentlich stärkeren Starterfeldes in diesem Jahr sicherte er sich den fünften Platz, wozu Gunar Misof anmerkt: „Bei dem Starterfeld ist das eigentlich höher zu bewerten als die Leistung vom letzten Jahr“. Bei den Mountainbiker traten neben Röder und Misof folgende „Laimisch Riders“ am Ring in die Pedale: Max Steffens, Denis Hartmann, Jochen Ungermann, Till Barth, Michael Knops, Mario Graff und Michael Stephan. Und im nächsten Jahr, so Gunar Misof, sind die „Laimisch Riders“ beim Rad-Event am Ring natürlich wieder dabei. Wie chaotisch das Regenrennen am Ring verlief, wird auch daran deutlich, dass die offiziellen Ergebnislisten der rund 4700 Teilnehmer bei den 24-Stunden-Rennen erst ab Mittwochmittag veröffentlicht wurden.

(ho)