Programm 2019 beim Monschau-Festival

Monschau-Festival 2019 : Exklusive Tickets für die Bürger der Eifel

Die ersten Programmpunkte für das 20. Monschau-Festival stehen fest. Neben Auftritten von Künstlern, die schon zur Tradition des Musikfestes gehören, kommen auch neue Gesichter nach Monschau. Die Tickets dafür gibt es aber zum Teil nur exklusiv.

Über zehn Tage vom 16. bis zum 25. August 2019 verwandelt sich die historische Burg Monschau wieder zu einem Kulturort. Jazz, Pop, Klassik, Kölsch, Rock: Das Festival ist bekannt für seine musikalische Vielfalt und bleibt sich im kommenden Jahr treu – auch was die Künstler betrifft.

So ist „Höhner meets Classic“ bereits zum festen Bestandteil des Festivals geworden. Das sehen auch die Höhner so, die sich im August direkt auf der Bühne für 2019 ankündigten. Gemeinsam mit dem Orchester der Jungen Sinfonie Köln wollen sie wieder ein Konzert geben und ihr Versprechen wahr machen, das man auch als dreistündiges Musikerlebnis bezeichnen kann.

Emotionen und Rock ’n’ Roll

Auch für Singer-Songwriter Gregor Meyle war nach seinem Auftritt im August sofort klar: Er will wiederkommen. Im Gepäck hat der Mann mit Brille, Hut und Gitarre vor allem Songs voller Emotionen und Rock ’n‘ Roll. Und offenbar hat Meyle sein Publikum in diesem Jahr überzeugt. Denn sowohl für sein Konzert als auch für das der Höhner gibt es die stark nachgefragten Tickets nur exklusiv bei der Monschau-Touristik, wie Helmut Lanio von der Monschau-Festival gGmbH erklärt. „Damit wollen wir den Menschen hier in der Region die Chance bieten, Tickets zu ergattern“, erklärt der  Geschäftsführer. Alle anderen Tickets sind bereits im Vorverkauf erhältlich.

Den Festival-Auftakt machen am Freitag Till Brönner und Dieter Ilg, die als begnadete Geschichtenerzähler an ihren Instrumenten gelten. Das Duo an Trompete und Kontrabass ist vor allem im Jazz unterwegs, setzt aber weniger auf Genretreue als auf gegenseitiges Vertrauen. Ebenfalls erstmals zu Gast sein wird Jan Josef Liefers, der auch als Schauspieler aus dem Tatort bekannt ist. Der Auftritt mit seiner Band Radio Doria auf Burg Monschau passt ganz ins Konzept seiner Live-Shows unter freiem Himmel. Die besondere Kulisse wird auch wieder einmal Spielort der Oper „Carmen“ sein, die mit 100 Mitwirkenden Leidenschaft und Temperament auf die Bühne bringen wird.

Zur Hälfte wäre das Programm damit gefüllt, am Rest wird noch gearbeitet. „So’n paar Sachen haben wir in der Hinterhand. Die sind aber noch nicht ganz spruchreif“, erklärt Ruth Breuer, die erstmals als Gesellschafterin an dem Festival mitwirkt. Und so lässt sie sich auch keine weiteren Namen entlocken, die noch auf den Programm stehen könnten.

Obwohl die Besucherzahlen (2018: 9000) dafür sprechen, dass auch die Veranstaltungen des nächsten Festival schnell wieder ausgebucht sein werden, bedeutet die Künstlersuche jede Menge Arbeit, weiß Rolf Kaulard, der ebenfalls neu im Team der Monschau-Festival gGmbH ist und weitreichende Kontakte mitbringt. „Mal bekommt man eine Zusage, zwei Tage später wieder eine Absage. Doch so langsam nährt sich das Eichhörnchen“, sagt Kaulard. Aus Erfahrung im Musikgeschäft weiß er: „Es ist ein schmaler Grat, einen Künstler zu finden, der viele Leute anzieht, dessen Honorar aber auch finanzierbar ist, sodass die Ticketpreise bezahlbar bleiben.“ Denn selbst wenn die Nachfrage hoch ist, die Burg bietet eben nur beschränkt Platz.  Ziel der Veranstalter ist es jedenfalls, den Mix des gesamten Programms noch interessanter zu gestalten und auch noch jüngere Künstler zu finden. „Wir wollen alle Besuchergenerationen ansprechen“, sagt Kaulard. Schließlich soll das Festival nicht nur an den zehn Tagen im August, sondern auch nachhaltig Touristen anziehen. „Es ist kein Geheimnis, dass das Festival ein dickes Standbein Monschaus ist. Die ganze Stadt profitiert davon“, sagt Ortsvorsteher Georg Kaulen und weist auf die ausgebuchten Unterkünfte und Restaurants hin. „Das Festival zieht auch Menschen außerhalb der Region hierher, die 150 bis 200 Kilometer zurücklegen.“

Startrompeter Till Brönner und der Kontrabassist Dieter Ilg machen am 16. August den Auftakt beim Monschau-Festival:. Foto: Chris Noltekuhlmann

Dass aber vor allem die Bürger aus der Region an erster Stelle stehen, macht die Monschau-Festival gGmbH mit einer weiteren Neuerung deutlich. Neben dem exklusiven Ticketverkauf werden die Konzerte auf Wunsch der Bürger auch früher beginnen als in den Jahren zuvor, damit sich die Auftritte nicht in die späten Abendstunden ziehen.

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