Präfekt Christian Haas ausgezeichnet und für drei Jahre wiedergewählt

Generalversammlung in Simmerath : „Motor“ der Kevelaer-Bruderschaft gewürdigt

Ehrungen, Vorstandswahlen und Berichte prägten die Generalversammlung der Kevelaer-Bruderschaft Simmerath, zu der Präfekt Christian Haas rund 30 Mitglieder im „Hotel zur Post“ begrüßen konnte

Mit einer kurzen Meditation von Mutter Teresa über „Das Leben“ eröffnete er die Tagesordnung, gefolgt vom Totengedenken für fünf verstorbene Kevelaer-Freunde aus dem letzten Jahr. Im vergangenen Jahr beteiligten sich die Schwestern und Brüder des Vereins mit einem ortsbezogenen Motto als Fußgruppe am Karnevals-Tulpensonntagszug. Auch bei verschiedenen örtlichen und überörtlichen Festen und Veranstaltungen war die Bruderschaft präsent. Das Highlight des Jahres war die jährliche Wallfahrt zum Marien-Gnadenort Kevelaer, wohin drei Busse aus der GdG und 15 Radfahrer der begleitenden Hansa-Blasmusik unterwegs waren. Dabei erhielten die Musiker die sogenannte Sonderurkunde des Präfekten für die jahrelange musikalische Begleitung der Wallfahrten. 14 uniformierte Pilger präsentierten die neuen blauen Fleecejacken parallel zu den blauen Uniformen des Vorstands. Eine stark gebuchte Tagestour führte die Reiseteilnehmer nach Rüdesheim mit der Drosselgasse und zur Abtei St. Hildegard. Auch die Verbundenheit zu der Roetgener Schützenbruderschaft wurde durch gegenseitige Besuche fruchtbar gepflegt.

Den Förderverein der Integrativen Kindertagesstätte „Sonnenblume“ unterstützte die Bruderschaft mit einer Spende von 500 Euro zur Anschaffung einer Außen-Sitzgruppe. Das sogenannte „Kevelaerkreuz“ in Raffelsbrand wurde sorgfältig mit Blumenschmuck dekoriert.

Die Bruderschaft zählt derzeit 122 Mitglieder und ist eifrig bemüht um weiteren Zuwachs, besonders für die Übernahme von aktiven Vorstandsposten.

Mit einer ansprechenden Werbeaktion will der Vorstand möglichst viele Buspilger für die diesjährige Wallfahrt am Sonntag, 11. August, gewinnen. Besonderen Dank sprach Christian Haas dem Kreuz-Restaurator Heinz Schanz aus, der das Vortragekreuz kostenfrei restauriert hat.

Auch beim Tulpensonntagszug 2019 präsentierte sich die Bruderschaft mit 17 Teilnehmern als Fußgruppe mit den Lokalthemen „Dr. Fritz-Platz“ und Eifelklinik St. Brigida Simmerath. Die gut besuchten Stammtischtreffen im zweimonatlichen Rhythmus dienen dem geselligen Klima . Das nächste Treffen ist für Freitag, 26. April, terminiert. Am 15. September soll mit einer Wanderung zum „Kevelaerkreuz Raffelsbrand“ und einer Feier an die Erneuerung vor 20 Jahren erinnert werden. Auch die örtlichen Festlichkeiten werden traditionsgemäß besucht. Wegen fehlender Organisatoren wurde die normalerweise in zweijährigem Rhythmus stattfindende Fußwallfahrt nach Kevelaer (145 km) noch nicht festgelegt. Bei genügendem Teilnehmerfeld von mindestens zehn Fußpilgern soll nach einer Rücksprache mit den Interessenten eventuell eine verkürzte Wallfahrt angeboten werden.

Aus den Reihen der 205-Jahre alten Traditions-Bruderschaft wurden im Rahmen der Generalversammlung die fördernden Mitglieder Gisela Hüpgen, Klaus Eisenblätter und Martin Haas mit einer Urkunde für zehn Jahre im Verein geehrt. Für sogar 40 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde das Ehrenmitglied Irma Wüller mit einer Urkunde und einer Schiefertafel-Uhr beschenkt. Eine ähnliche Ehre für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde an den Beisitzer Jürgen Zisowsky verliehen. Auch der amtierende Präfekt Christian Haas ging nicht leer aus, er erhielt eine Urkunde und eine Schiefer-Tafel, da auch er auf 25 Jahre aktive Arbeitszeit blickt: Seit 1994 ist er in vorbildlicher ehrenamtlicher Manier der „Motor der Bruderschaft“ als Organisator der Buswallfahrten. Fast 20 Jahre diente er in Doppelfunktion als Schatzmeister und Geschäftsführer, zuletzt auch als Hilfs-Messdiener. Als Mitorganisator der Karnevalsgruppe sowie als Karnevals-Büttenredner mit 22-jährigem Jubiläum erwarb er gutes Renommee, wie es der Beisitzer Erwin Finken in seiner Laudatio lobend erwähnte: „Dank gilt unserem ‚Allrounder’, der als ,Hans-Dampf in allen Gassen’ das Gesicht der Bruderschaft spurenreich geprägt hat.“

Eine Doppelehrung wurde Jürgen Zisowsky vom Präfekten zugedacht: Aus dessen Händen erhielt er eine antiquarische Muttergottes-Darstellung mit Kevelaer-Hintergrund, dies als Sonderehrung des Präfekten für seinen Einsatz als Fahnenträger, Beisitzer und Pfleger des Kevelaerkreuzes Raffelsbrand. Ein gleiches Geschenk mit Widmung hatte sich Christian Haas ausgedacht für den Beisitzer Erwin Finken, der anfangs als Hoffotograph tätig war und seit 2001 wertvolle Dienste als „Organisations-Motor“ zu Gunsten der Bruderschaft eingebracht habe, unter anderem für die Ausstellung 200 Jahre, die Prozessionsfahne, die Karnevals-Fußgruppe und als Hobby-Redakteur.

Die Schatzmeisterin Kerstin Sterk konnte über einen positiven Jahresabschluss berichten. Die beiden Kassenprüfer Hermann und Karl Haas bescheinigten ihr eine korrekte Kassenführung, die durch eine einstimmige Entlastung für sie und den Gesamtvorstand anerkannt wurde.

Bei den Neuwahlen zum Bruderschafts-Vorstand ergaben sich keine Veränderungen: Präfekt bleibt einstimmig für drei Jahre Christian Haas. Ursula Gerards fungiert weiter als Geschäftsführerin, während Kerstin Sterk weiter die Kasse führt. Auch die vorgeschlagenen Beisitzer Irma Wüller, Marita Wynands, Christel Braun, Karl Braun, Jürgen Zisowsky, Uwe Gerards und Erwin Finken wurden einstimmig in ihren Funktionen bestätigt.

Der wiedergewählte Präfekt gab der Versammlung zu bedenken, dass er sich aus beruflichen und privaten Gründen nach Ablauf der drei Jahre nicht mehr als Spitze zur Wahl stellen würde. Diese Tatsache und die Altersstruktur des Vorstands zwinge zu einer Verjüngung des Vorstands. Daher sollen sich alle Mitglieder auf die Suche nach geeigneten Folge-Kandidaten machen.

Mit dem Ausspruch „Bleibt gesund und haltet die Traditionen“ beschloss Christian Haas die harmonische Mitgliederversammlung. (ef)