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Simmerath: Post ist an neuer Adresse angekommen

Simmerath : Post ist an neuer Adresse angekommen

Die Post ist umgezogen, und die Kunden müsssen sich umstellen. So mancher Postkunde lief einer alten Gewohnheit folgend am Mittwochmorgen noch zum Kirchplatz, doch der überwiegende Teil der Bevölkerung hatte die Verlagerung in die Hauptstraße bereits umgesetzt.

Die Aufregung um die Schließung der stark frequentierten Filiale im Ortskern war im vergangenen Sommer groß gewesen, seit Mittwoch ist der neue Standort in der Partnerfiliale Bürobedarf Kogel, Hauptstraße 17 (früher Plus), fast schon Normalität.

Geldautomat bleibt

Geduldig stellten sich die Kunden in die Schlange und erledigten wie gehabt ihre Postgeschäfte.

Bei der offiziellen Eröffnung versicherte Post-Pressesprecher Dieter Pietruck, dass der Kunde in der neuen Partnerfiliale die gewohnten Post- und Bankdienstleistungen, einschließlich der Ausgabe von benachrichtigten Brief- und Frachtsendungen erhalte. Nur der Geldautomat ist am Kirchplatz geblieben, ebenso die Logistik-Zentrale für die Zusteller.

„Es wird keine Einschränkungen sondern den gleichen Service an neuer Stelle geben”, versicherte Pietrock. Dies werde garantiert durch kompetente Ansprechpartner. Darauf hat auch Post-Partner Udo Kogel gesteigerten Wert gelegt, der drei ehemalige Postbeamte (Susanne Aigner-Faymonville, Marina Mertens und Christel Becker) am Kundentresen einsetzt.

Reibungsloser Übergang

Grundkenntnisse und weitere Schulungen im Vorfeld sollen für einen reibungslosen Übergang sorgen. Während der ersten drei Wochen wird dennoch ein so genannter „Post-Coach” die Eröffnungsphase begleiten, um eventuelle Unklarheiten gleich vor Ort aus der Welt zu schaffen.

Die zwei bis drei bisher im Schalterdienst am Kirchplatz beschäftigten Mitarbeiter werden auch weiterhin von der Deutschen Post beschäftigt. Sie behalten ihren Arbeitsplatz, werden jedoch in anderen Filialen eingesetzt.

Ein nicht von der Hand zu weisender Vorteil in der Partnerfiliale sind die erweiterten und damit kundenfreundlichen Öffnungszeiten. Diese sind von montags bis freitags von acht bis 12.30 und von 13.30 bis 18 Uhr sowie samstags von acht bis 13 Uhr.

Udo Kogel hat ausgerechnet: Bisher war die Post in Simmerath rund 25 Stunden in der Woche geöffnet, jetzt sind es fast 50 Stunden. Die Standortsicherung der Post in Simmerath und die gegenseitige Belebung des Geschäftes durch Verbundeinkäufe waren für ihn die wichtigsten Argumente als Vertragspartner für die Post einzusteigen.

Postgeheimnis

Wartezeiten können dennoch nicht ausgeschlossen werden, denn bestimmte Postleistungen nehmen einfach mehr Zeit in Anspruch. „Der Post nimmt man Wartezeiten immer besonders übel”, weiß Dieter Pietruck aus Erfahrung, auch wenn es statistisch gesehen nicht mehr als höchstens fünf Minuten seien.

Service, Fachkompetenz und Erscheinungsbild der Filiale sind für die Post ein wichtiges Kriterium. Deshalb werden auch in regelmäßige Abständen Testkäufer eingesetzt, die die Partnerfilialen aber auch die post-eigenen Einrichtungen prüfen.

Ferner unterstreicht Pietruck, dass Post,- Postbank- und Fernmeldegeheimnis gewahrt bleiben. Die Erfahrung in bisher rund 7000 Partnerfilialen habe gezeigt, dass sich das Vertrauensverhältnis zwischen Partner und Kunden sehr schnell etabliere. „Das Umdenken wird bestimmt zügig vonstatten gehen.”