Positive Effekte durch TV-Serie "Die Eifelpraxis"

TV-Serie lockt Besucher an : Der Tourismus profitiert von der „Eifelpraxis“

Millionen von TV-Zuschauern haben an den beiden vergangenen Freitagabenden zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr wieder die ARD-Serie „Die Eifelpraxis“ gesehen. Das hat durchaus positive Effekte auf den Tourismus in der Nordeifel und insbesondere für die Stadt Monschau, die immer wieder Drehort für die Serie ist und in der TV-Produktion öfter namentlich erwähnt wird. Aber auch der Tourismus am Rursee profitiert von der Ausstrahlung, schließlich sind auch Orte wie Rurberg und Woffelsbach regelmäßig Schauplätze der „Eifelpraxis“.

Nach der Ausstrahlung einer Folge stiegen stets die Anfragen nach Prospekten, sagt Cornelia Freuen, Geschäftsstellenleiterin bei der Rursee-Touristik. Manche würden sich auch nach den Drehorten erkundigen oder nach dem „Hotel am See“ aus der TV-Serie fragen. „Grundsätzlich sind solche TV-Produktionen immer willkommen. Wir sind dankbar für die Platzierung der Serie in der Eifel. Das ist auch langfristig von Vorteil für die Region“, erklärt Freuen. Im Vergleich zum Start der Serie seien die Nachfragen aber zurückgegangen, sagt sie.

Das hat auch die Geschäftsstellenleiterin der Monschau-Touristik, Barbara Frohnhoff, festgestellt. Nach wie vor profitiere man in Monschau von den Ausstrahlungen der Sendungen, in der Woche danach stiegen die Prospektanfragen meist um circa ein Drittel. Allerdings sei auch hier zu beobachten, dass der Effekt nicht mehr so groß sei wie bei den ersten Folgen der „Eifelpraxis“. Ein Grund dafür könne ein Fernsehbeitrag sein, der sich kritisch mit der „Eifelpraxis“ auseinandersetzte und darauf hinwies, dass nicht alle Aufnahmen in der Eifel gedreht wurden, vermutet Frohnhoff. Der Hauptgrund sei aber wahrscheinlich, dass sich die meisten Fans der Serie schon nach den ersten Ausstrahlungen über die Region informiert hätten, sagt sie.

Ein größerer Effekt, wenn auch kein messbarer, seien Äußerungen von Gästen, dass sie wegen der Sendung in die Eifel gekommen seien. Von den Tourismusbetrieben erhalte sie solche Rückmeldungen ebenso wie von den Besuchern der Geschäftsstelle der Monschau-Touristik, erläutert Frohnhoff.

„Da die ‚Eifelpraxis’ ihre Geschichten weiterhin mit fantastischen Aufnahmen aus der Eifel schmückt, werden viele Leute auf die Region aufmerksam, die sie sonst vielleicht nie als Urlaubs- und Ausflugsregion wahrgenommen hätten. Davon bin ich überzeugt“, betont Frohnhoff.

Die Stadt Monschau diente schon oft als Filmschauplatz. Aber nicht jede Produktion habe den gleichen Werbeeffekt wie jetzt die „Eifelpraxis“. Das liege daran, dass die „Eifelpraxis“ als Serie konzipiert sei, an dem guten Sendeplatz am Freitagabend und nicht zuletzt daran, dass der Name der Stadt auch in der Serie häufig benutzt werde. „Der Kontext ist wichtig“, sagt Frohnhoff. Spürbare Effekte durch die Namensnennung habe es zum Beispiel auch bei dem Film „Weihnachten für Anfänger“ und durch das TV-Reisemagazin „Wunderschön“ gegeben. Deutlich kleiner sei der Werbeeffekt zum Beispiel bei dem Kinofilm „Collide“ mit Hollywood Stars wie Anthony Hopkins und Sir Ben Kingsley gewesen. „Da wurde Monschau nicht genannt.“

(ag)
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