Simmerath/Monschau: Polizeikontrollen am Rursee: Biker brav, Autofahrer zu schnell

Simmerath/Monschau: Polizeikontrollen am Rursee: Biker brav, Autofahrer zu schnell

In Sachen Motorradlärm erlebten die Menschen in der Nordeifel ein eher ruhiges Wochenende - dem zeitweise schlechten Wetter geschuldet. Wie die Polizei der Städteregion Aachen am Montagvormittag meldete, fielen bei einer Kontrollaktion am Rursee nicht mal ein Dutzend allzu eilige Zweiradfahrer auf - dafür aber fast 150 Autofahrer.

„Aufgrund des zeitweise starken Regens war das Verkehrsaufkommen rund um den Rursee eher ruhig für einen Samstag mitten im Sommer“, bilanzierte Polizeisprecher Paul Kemen. Die an der Bundesstraße 266, der Landesstraße 166 und der L214 hinter Mützenich wartenden Beamten mussten ganze elf Motorradfahrer herauswinken. Der Schnellste war mit 72 Kilometern pro Stunde an einer Stelle unterwegs, an der Tempo 50 galt. Da gab es in den vergangenen Wochen weitaus Schlimmeres zu berichten.

Der schwarze Peter des Tages lag ganz eindeutig bei den Vierradfahrern. Fast 150 Autos wurden geblitzt. „Der Spitzenreiter rauschte auf der B266 zwischen Kesternich und Einruhr mit 128 km/h am Radarwagen vorbei“, berichtete Polizeisprecher Kemen. Erlaubt sind dort 70 Kilometer pro Stunde. Der 43-jährige Autofahrer könne sich schon mal auf ein Monat Fahrverbot und ein höheres Bußgeld vorbereiten, da auch noch ein Reifen an seinem Wagen abgefahren war.

Die Polizei der Städteregion kündigte weitere Kontrollaktionen rund um den Rursee an, die im Rahmen des sogenannten „Linksrheinischen Qualitätszirkels Motorradfahrer“ zusammen mit den Polizeibehörden in Düren und Euskirchen stattfinden sollen.

In der bei deutschen und niederländischen Motorradfahrern beliebten Region werden die Beschwerden von Anwohnern über allzu viele allzu schnelle und laute Maschinen immer häufiger. In diesem Jahr gab es bereits Protestaktionen, bei denen Anwohner bei Motorradfahrern beliebte Parkplätze mit Autos blockierten.

(red/pol)
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