Monschau: „Pfiffikus-Tag“ in Monschau: Spurensicherung in der Biologie

Monschau: „Pfiffikus-Tag“ in Monschau: Spurensicherung in der Biologie

Da ging es am Dienstag hoch her am St. Michael Gymnasium Monschau (MGM), denn ungefähr 130 Viertklässler und Viertklässlerinnen mischten im Rahmen des sogenannten „Pfiffikus-Tages“ die Naturwissenschaftsräume des MGM ganz schön auf.

Die Schüler der Grundschulen Kalterherberg/Mützenich, Imgenbroich/Konzen sowie Höfen und Roetgen/Lammersdorf waren zu diesem Schnuppertag eingeladen worden, an dem sie die Fächer Physik, Biologie und Chemie in eigenen Experimenten und Versuchen selbst kennenlernen und einen ersten Eindruck gewinnen konnten. Walter Leubner, Lehrer am MGM und Leiter des Pfiffikus-Tages, empfing die neun- bis zehnjährigen Grundschüler in der Aula und teilte sie in drei Gruppen ein, die anschließend jedes der drei Fächer im Laufe des Nachmittags besuchten.

Haaranalyse und Bodenprobe

Im Fach Physik stellten freiwillige Schüler aus der Q1 (Jahrgangsstufe 11) des Leistungskurses von Thomas Waasem Experimente vor, die zum Beispiel mit optischen Täuschungen oder einem Miniregenbogen an der Wand beeindruckten und bei denen sich die „Kleinen“ auch nicht scheuten, ebenfalls auszuprobieren, wie denn ein Stromkreis funktioniert. Mit den Lehrerinnen Claudia Faasen, Alexandra Stein und einigen freiwilligen Schülerinnen aus der Biologie spielten sie Detektive, die den Aufenthaltsort des verschwundenen Kätzchens Petterson aufdeckten sollten.

Mithilfe von bereitgestellten Hinweisen führten sie in den Bioräumen „Fingerabdrucksicherungen“, „Haaranalysen“ unter dem Mikroskop, „Bodenproben“ und „Spurensicherungen“ mit Fußabdrücken aus Gips durch und präsentierten nach 15 Minuten ihre Ergebnisse, mit denen der Täter unter den drei Verdächtigen ausgemacht werden konnte.

Brause hergestellt

In der dritten Station „Chemie“ fanden zwei unterschiedliche Experimente statt. Zum einen versuchten sich die Viertklässler nach einer kurzen Sicherheitseinweisung von Chemielehrer Ralf Syrig an einem „Farbexperiment“ mit Rotkohlsaft und drei geheimnisvollen Pulvern, die, je nach Dosierung, den Rotkohlsaft oder wahlweise das Wasser in den anderen Reagenzgläsern in unterschiedliche Farben wandelte. Mit Schutzbrillen auf der Nase werkelten sie wie alte Hasen und präsentierten von Zeit zu Zeit ihren Freunden, Ralf Syrig oder der freiwilligen Helferin Ronja Kochs stolz ihre Ergebnisse. Und auch das zweite Experiment kam gut an: Mithilfe von Natron, Zitronensäure, Zucker, Wasser und Wackelpuddingpulver in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen mischte man unter der Aufsicht von Tina Streit (ebenfalls Lehrerin am MGM) eine eigene leckere Brause. Hilfe gab es von den beiden Sechstklässlern Riko Daun und Ben Steffens, die auch bei den gewagtesten Mischungen zur Verfügung standen und schon mal selbst einen Schluck probierten. Nadine aus der Grundschule Imgenbroich/Konzen antwortete auf die Frage, was ihr am besten gefallen habe: „Das Brausemischen hat total Spaß gemacht. Man konnte alles ausprobieren und das kann man auch noch trinken. Die Brause war total lecker.“

Nach diesen drei Exkursen in die Wissenschaft wurde jedem Kind eine Urkunde zur Teilnahme am Pfiffikus-Tag überreicht.

(cj)
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