Monschau: „Person mit Schussverletzung” nicht zu finden

Monschau: „Person mit Schussverletzung” nicht zu finden

Offenbar unter dem Einfluss starker Medikamente hat am Mittwochabend eine Anruferin einen größeren Polizei- und Rettungseinsatz ausgelöst.

„Gegen 19.20 Uhr ging zunächst bei der Feuerwehr und dann bei der Polizei die Meldung ein, auf der B258 im Bereich Hargard liege eine angeschossene Person auf der Fahrbahn”, berichtete dazu am Donnerstag Polizeisprecher Michael Houba.

Ein größeres Polizeiaufgebot aller verfügbaren Kräfte sowie Notarzt und Rettungswagen eilten zu diesem „Einsatz mit hoher Prirität”, wie es im Polizei-Sprachgebrauch heißt.

Vor Ort suchten die Einsatzkräfte aber vergebens nach dem „Angeschossenen”. „Die vermutliche Anruferin wurde stattdessen vor Ort angetroffen und war aufgrund eingenommener Medikamente offensichtlich nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte”, schilderte Houba den Vorfall.

Der Frau droht dennoch Ungemach. „Der Missbrauch des Notrufs ist per Gesetz unter Strafe gestellt. Je nach juristischer Prüfung droht dem Verursacher eines solchen Einsatzes eine höhere Schadensersatz-Forderung”, kündigte der Polizeisprecher an.

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