Paul Kemen: Völlig unklar, wer Opfer und wer Täter ist

Polizei ermittelt gegen 15 Personen wegen schwerer Körperverletzung : Wüste Massenschlägerei im Monschauer Parkhaus

Jede Menge Brummschädel, blutende Nasen und geschwollene Augen waren das Ergebnis einer wüsten Massenkeilerei, die sich in der Nacht zum Sonntag im Monschauer Parkhaus an der Laufenstraße ereignete.

Wie die Polizei am Dienstag berichtete, lief der Notruf gegen 1.05 Uhr Sonntagfrüh bei der Leitstelle der Polizei ein. Als die Einsatzkräfte am Bushof an der Wendeschleife in Monschau eintrafen, „sahen sie sich mit einer völlig chaotischen und undurchsichtigen Lage konfrontiert“, wie Polizeisprecher Paul Kemen berichtete. Etwa 20 Personen aus offensichtlich drei verschiedenen Gruppierungen gingen vor den Augen der Beamten wild aufeinander los und verpassten sich gegenseitig Schläge, Tritte und Hiebe. Unbeteiligte Personen hatten bereits vergebens versucht, die Streitenden auseinander zu bringen. Dies gelang auch der Polizei erst nach einiger Zeit und entschlossenem Durchgreifen.

Warum sich die beteiligten Gruppierungen buchstäblich in die Wolle bekommen hatten, blieb in dieser regnerischen Nacht im spärlich beleuchteten Parkhaus völlig unklar. Paul Kemen: „Wer da Opfer und wer Täter war, konnte nicht ausgemacht werden, zumal bei den Beteiligten Alkoholkonzentrationen zwischen 0,5 und 2,2 Promille festgestellt wurden“, berichtete Kemen.

Im Ergebnis ließen die Beamten zwei besonders schwer verletzte junge Männer ins Simmerather Krankenhaus bringen und fertigten eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung, in der nicht weniger als 15 Personen aufgeführt sind. Die meisten der Beschuldigten kommen nach Polizeiangaben aus Bergisch Gladbach, es waren demnach aber auch junge Männer zwischen 23 und 28 Jahren aus Mützenich, Konzen und Monschau beteiligt. Nach Zeugenaussagen waren die Gruppen aus Richtung Weihnachtsmarkt/Altstadt und Holzmarkt gekommen.

Paul Kemen: „Wer dann definitiv wie, auf wen und warum eingeschlagen hat, konnte vor Ort nicht abschließend geklärt werden und wird nun Gegenstand der Vernehmungen sein, wenn alle wieder etwas klarer im Kopf sind.“

(hes)
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