Aachen/Offenbach: Ozonbelastung in der Städteregion auffällig hoch

Aachen/Offenbach: Ozonbelastung in der Städteregion auffällig hoch

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat angesichts der hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad Celsius vor einer „starken Wärmebelastung” gewarnt. In der Städteregion Aachen wurden bereits am Dienstag auffällige Ozon-Konzentrationen von mehr als 120 Mikrogramm je Kubikmeter (µg/m³) Luft gemessen.

Konkret wurden bei der Messstation in Simmerath ein Höchstwert von 137 µg/m³ und in Aachen-Burtscheid ein Höchstwert 155 µg/m³ registriert. Für Mittwoch und Donnerstag sei mit einem weiteren Anstieg der Konzentrationen zu rechnen, meldete die Pressestelle der Städteregion Aachen. Kopfschmerzen sowie Reizungen der Schleimhäute können auftreten. Die Meteorologen rechneten am Mittwoch mit einer „gefühlten Temperatur” von 31 Grad Celisus.

In Teilen Sachsen-Anhalts, Bayerns und am Oberrhein steige der Wert voraussichtlich sogar auf bis zu 39 Grad, sagte ein DWD-Sprecher der Nachrichtenagentur dapd in Offenbach.

Allein an den Küsten und in Lagen über 800 Metern bleibe es merklich kühler. Der DWD empfahl Bewohnern der betroffenen Regionen, direkte Sonneneinstrahlung und starke körperliche Belastung zu vermeiden sowie Fenster tagsüber geschlossen zu halten.

Am Mittwoch sollten Temperaturen von bis zu 33 Grad erreicht werden. Die Höchstwerte dürften ebenfalls in Sachsen-Anhalt, Bayern und am Oberrhein erzielt werden. Am Freitag könnte das Thermometer auf bis zu 34 Grad steigen, hieß es. Ein neuer Hitzerekord für dieses Jahr werde damit voraussichtlich aber nicht erzielt. Ende Juni war am Oberrhein mit 34,8 Grad der bisherige Höchstwert des Jahres verzeichnet worden. Bereits im April wurden in Bayern und im Berliner Raum über 30 Grad gemessen.

Die heißen Tage sollen den Prognosen zufolge aber bald wieder vorbei sein. „Am Samstag ist wahrscheinlich das Ende der jetzigen Hitzeperiode erreicht”, sagte der DWD-Sprecher. Dann dürften die Temperaturen wieder auf 20 bis 25 Grad sinken.

Stichwort: Gefühlte Temperatur

Die Lufttemperatur fühlt sich im Schatten deutlich kühler an als in der prallen Sonne - selbst wenn der Messwert exakt der gleiche ist. Um dieses Phänomen zu beschreiben, gibt es den Wert der „gefühlten Temperatur”. Dabei messen die Meteorologen nicht nur die Temperatur der Luft, sondern berücksichtigen auch die Einflüsse von Sonne und Schatten, Wind, Luftfeuchtigkeit und sogar der Kleidung.

Grundlage der Berechnungen ist nach Darstellung des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach ein standardisierter Mensch: ein 35 Jahre alter Mann mit einem Gewicht von 70 Kilo, der mit vier Kilometern pro Stunde geht und so auch innere Wärme produziert. Außerdem trägt dieser „Standard-Mensch” im Sommer dünnere Kleidung als im Winter. Daher kann die gefühlte Temperatur höher (oder auch niedriger) ausfallen als die mit einem Thermometer gemessene Lufttemperatur.

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