Simmerath: Ortsparteitag der FDP Simmerath: Nächste Kommunalwahl fest im Blick

Simmerath : Ortsparteitag der FDP Simmerath: Nächste Kommunalwahl fest im Blick

Wären alle 20 Mitglieder des FDP-Ortsverbandes der Einladung zum Ortsparteitag der Freien Demokraten im schmucken Weinkeller des Kragemann-Hotels gefolgt, hätte Vorsitzender Benjamin Steinborn Stehplätze vergeben müssen.

Die anwesenden neun Stimmberechtigten fanden jedoch genügend Sitzmöglichkeiten, um den Ausführungen ihres optimistisch in die Zukunft blickenden Vorsitzenden zu folgen. Als Gäste konnte man den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Christoph Pontzen und den Landtagsabgeordneten Dr. Werner Pfeil begrüßen.

Pfeil berichtete kurz aus dem Landtag, wo er Vorsitzender des Rechts- und Innenausschusses ist. „Im Landtag läuft alles sehr gut“, so Pfeils Bewertung. Ferner liefen derzeit bereits die Vorbereitungen für die Kommunalwahlen 2020, wofür die FDP gut aufgestellt sei. Auch solle für die Förderschule in Eicherscheid eine dauerhafte Lösung gefunden werden. Weiterhin stehe der Atomreaktor in Tihange ganz oben auf der Agenda.

Benjamin Steinborn sprach rückblickend von einem relativ ruhigen Jahr, in dem sich die Simmerather FDP in Aufbruchstimmung befunden hätte. „Wir haben uns erste Überlegungen gemacht, wie wir die liberale Politik näher zur Bevölkerung in der Gemeinde Simmerath bringen können.“ Vor Ort habe man im Gemeinderat sowie im Planungs- und im Struktur-Hochbauausschuss mitgewirkt. Steinborn monierte die fehlende interkommunale Zusammenarbeit und nannte als Beispiel die verkaufsoffenen Sonntage. „Da muss man sich doch abstimmen und nicht gegenseitig die Butter vom Brot nehmen.“ Kritik übte Steinborn auch an der geplanten zusätzlichen Ampel in Roetgen und stellte die Frage in den Raum, ob aus der Einfädelung an Fringshaus noch einmal etwas wird.

Hermann-Josef Bongard lag offensichtlich die verzögerte Fertigstellung des Rathausplatzes auf dem Magen. Er sprach hierzu von einem „großen Trauerspiel“. Im Zusammenhang mit dem geplanten Kindergarten der Städteregion in Kesternich spach er von fehlender Kommunikation und kritisierte die Informationspolitik des Bürgermeisters insgesamt als intransparent. Hierzu führte er auch die im letzten Jahr geplante Norma-Ansiedlung in Lammersdorf an. Rege diskutiert wurde noch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Diesel-Fahrverbot.

Dann standen die Vorstandswahlen an. Hier gab es keine Veränderungen: Vorsitzender Benjamin Steinborn, Stellvertretender Vorsitzender Christoph Küpper, Schatzmeister Patrick Krieger. Als Beisitzer wurden Dietmar Thelen, Arno Lutterbach und Michael Fogge gewählt. Werner Pfeil zum Abschluss: „Ich wünsche dem Ortsverband, dass er gestärkt aus der nächsten Kommunalwahl hervorgeht.“ Mit einem leichten Augenzwinkern merkte Benjamin Steinborn dazu an: „Ich erwarte zehn Prozent.“

(ho)