Ortskartell Simmerath beschäftigt sich mit aktuellen Themen

Ortskartell beschäftigt sich mit aktuellen Themen im Zentralort : Kein Weihnachtsbaum für Simmerath?

Die Sektkorken knallten zwar auf der vergangenen Sitzung des Simmerather Ortskartells nicht, aber es gab viel lobende Worte für den Vorsitzenden Erwin Finken und den Geschäftsführer Dr. Burkhard Wilden.

Seit 40 Jahren ist das Duo in diesen Funktionen im Amt, womit die beiden „Altinternationalen" ohne Zweifel in der Region ein Alleinstellungsmerkmal haben. Mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit ist man offensichtlich mehr als zufrieden, da Finken und Wilden bei den Vorstandswahlen zusammen mit Kassierer Wolfgang Frings einstimmig wiedergewählt wurden. Erwin Finken merkte nach der Wahl unter Beifall schmunzelnd an: „Ja, in eurem Interesse nehme ich die Wahl an.“

Ferner konnte er sich auch noch erinnern, dass man ihn und Wilden vor 40 Jahren bezüglich ihrer Qualifikation mit den Worten vorgeschlagen habe: „Ihr könnt schreiben – ihr macht das schon.“

Auch wenn die anwesenden Vereinsvertreter ein positives Resumé für ihre zurückliegenden Veranstaltungen zogen, sorgte die anschließende Mitteilung von Paul Hoffmann und Bernd Hübner vom Kameradschaftlichen Verein schon ein wenig für Aufregung und Besorgnis. Für den Weihnachtsbaum, der bisher alljährlich vom Kameradschaftlichen Verein am Kraremanns-Denkmal aufgestellt wurde, sieht es laut Hoffmann in diesem Jahr schlecht aus.

„Wir haben niemanden gefunden, der uns den Baum aufstellt." Die Firmen, die bisher einen Tieflader für den Transport und einen Bagger oder Kran für die Aufstellung des Baumes zur Verfügung stellten, sahen sich hierzu dieses Jahr nicht in der Lage. Sowohl Finken und Wilden appellierten daher an alle Vereine, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, damit in diesem Jahr noch ein Weihnachtsbaum im Simmerather Zentrum aufgestellt werden kann. Finken: „Vielleicht haben wir Glück, dass wir das Lichtermeer für Simmerath in diesem Jahr noch gerettet kriegen.“

Problem: Schließung Saal Wilden

Besorgt zeigten sich auch alle Vereinsvertreter über die sich anbahnende Schließung des Saales Wilden, wovon in erster Linie die KG Sonnenfunken, die Landfrauen und die Theatergruppe der Feuerwehr mit ihren Veranstaltungen betroffen sind. Erwin Finken sprach in diesem Zusammenhang „von einem wenig rühmlichen Thema“. Burkhard Wilden brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass das im Raum stehende „Bürger-/Kulturhaus“ im Zentrum von Simmerath Realität wird, wobei sich alle Anwesenden darüber im Klaren waren, dass die Umsetzung dieses Projektes noch Jahre dauern könnte.

Bis dahin stehen die betroffenen Vereine vor offensichtlich derzeit nicht zu lösenden Problemen, da sie mit dem Fortfall des Saales Wilden, der größten Feierstätte des Zentralortes, vorerst keine alternative Veranstaltungsstätte in Simmerath haben. Letztmalig werden in Simmeraths Kultsaal zu Beginn des nächsten Jahres die Theateraufführungen der Feuerwehr, die kleine Sitzung der Sonnenfunken und die Landfrauensitzung stattfinden. Wo hiernach die Veranstaltungen der Landfrauen und Theatergruppe über die Bühne gehen, steht in den Sternen. Stefan Haas vom Theaterverein dazu: „Wie es bei uns dann weitergehen soll, weiß ich nicht.“ Ähnlich pessimistisch äußerte sich schon vor Wochen Margit Heiduk von den Landfrauen, deren letzte Sitzung im Saal Wilden am 23. Februar stattfindet.

Neues Mitglied

Zum Ende der Ortskartell-Sitzung konnte Erwin Finken schließlich noch ein neues Mitglied begrüßen. Der VdK-Ortsverband Simmerath gehört ab sofort dem Ortskartell an. Finken hielt dazu mit Stolz fest: „Dem Ortskartell gehören damit 22 Vereine an. 1978 haben wir mit neun Vereinen angefangen.“

(ho)
Mehr von Aachener Zeitung