Schmidt: Opfer hat auch Pfarre Schmidt angeschrieben

Schmidt: Opfer hat auch Pfarre Schmidt angeschrieben

Der Brief mit den Missbrauchsvorwürfen gegen den inzwischen verstorbenen früheren Schmidter Pfarrer ist auch in Schmidt angekommen.

Das hat am Dienstag Udo Klinkhammer, der als Vermögensverwalter derzeit den abgesetzten Kirchenvorstand vertritt, bestätigt. „Das Schreiben ist bei uns im Dezember eingegangen. Ich habe das umgehend an das Bistum weitergeleitet.”

Warum die Stellungnahme des Generalvikars zu den Vorwürfen ausschließlich in der Eilendorfer Pfarre verlesen wurde, wo der Schmidter Pfarrer später tätig war und sich die Vorfälle auch ereignet hatten, nicht aber in Schmidt, erklärte Bistums-Sprecher Josef Heinrichs so: „Der Wunsch, dass dieser Brief vorgetragen wird, kam aus der Eilendorfer Pfarre. Aus Schmidt gab es diesen Wunsch nicht.”

Kritisch äußerte sich dazu am Dienstag auch eine „DN”-Leserin, die auf http://www.an-online.de anmerkte, dass die Stellungnahme nicht verlesen worden sei, man aber gleichzeitig in der Kirche, in der sich der Nationalpark-Infopunkt befindet, „Broschüren mit kessen Sprüchen” des Pfarrers verkauft würden. „Ich kenne diese Broschüren inhaltlich noch nicht, werde mir das aber umgehend anschauen”, reagierte Udo Klinkhammer.

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