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Nordeifel/Roetgen: Opfer des Kriegs sind unvergessen

Nordeifel/Roetgen : Opfer des Kriegs sind unvergessen

Mit einem Marsch vom Marktplatz zum Ehrenmal an der Bundesstraße und einer Gedenkfeier gedachte am Morgen wie überall in der Nordeifel auch die Roetgener Bevölkerung am Volkstrauertag der Toten der beiden Weltkriege.

Abordnungen der Vereine mit dem Vorstand des Ortskartells an der Spitze sowie Vertreter des Rates hatten sich zu einem schlichten Zeremoniell zusammengefunden, das der Spielmannszug und die Musikvereinigung feierlich gestalteten. Es wurden drei Kränze niedergelegt im Namen des Bundes der Kriegsgräberfürsorge, des Ortskartells und der Gemeinde Roetgen.

Auch 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges seien die Millionen von Opfern auf beiden Seiten nicht vergessen, erinnerte der stellvertretende Bürgermeister Fritz Ehrig an alle, die ihr Leben verloren haben, sei es an einer der vielen Fronten, in den Bombennächten oder auf der Flucht, in den Konzentrationslagern oder in den Zuchthäusern des NS-Regimes. Oft sei es nur mehr ein verblassendes Foto oder ein Brief, der die Angehörigen heute an den Verlust erinnere, an die Hoffnungen und Sehnsüchte, die sich für sie nicht mehr erfüllt haben.

Mit den bewegenden Zeilen eines solchen erhalten gebliebenen Briefes, den eine junge Frau posthum an ihren an der Ostfront gefallen Mann richtete, mahnte Ehrig die Lebenden, die Opfer nicht zu vergessen.