Kalterherberg: Nutzung der Grundschule bewegt Bürger

Kalterherberg: Nutzung der Grundschule bewegt Bürger

Die Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes fand diesmal in kleinem Rahmen statt. Im Gegensatz zur kürzlich abgehaltenen Infoveranstaltung mit der Bürgermeisterin im Versammlungsraum des Musikvereins hatte sich diesmal im Hotel Hirsch ein überschaubarer Kreis eingefunden. Zudem musste die Vorsitzende Sonja Laschet wegen Krankheit kurzfristig absagen.

An ihrer Stelle übernahm der stellvertretende Vorsitzende Manfred Schneider die Leitung der Versammlung. Zum Schriftführer des Abends wählte die Versammlung Rainer Mertens.Der eingangs der Versammlung geplante ausführliche Bericht der Vorsitzenden entfiel wegen der plötzlichen Erkrankung von Sonja Laschet.

Es folgte stattdessen der Bericht von Geschäftsführer Rainer Mertens. Wichtige Punkte in der zurückliegenden Zeit seien die Sanierung der Bahnhofstraße und die Neuordnung des Friedhofswesens gewesen. Die zukünftige Nutzung der Grundschule bewege die Bürgerschaft. Es gehe darum, dies zu einem Projekt für alle Bürger des Ortes zu machen und Impulse für eine nachhaltige Entwicklung des Ortes zu setzen, sagte Mertens.

Der Vorstand des Ortsverbandes traf sich im vergangenen Jahr zu vier Vorstandssitzungen. Der Mitgliederbestand blieb gegenüber den Vorjahren in etwa konstant. Gegenwärtig zählt der Ortsverband 77 Mitglieder.

Ortsvorsteher Norbert Rader griff das Thema Folgenutzung der Grundschule auch auf. Dieses Thema dürfe nicht parteipolitisch gebunden sein. Vielmehr sei das Sache des ganzen Dorfes. Damit einher gehe auch die Gestaltung des Dorfentwicklungsplanes.

In der Zukunftswerkstatt laufen die Vorbereitungen für die nächste große Infoveranstaltung zur Folgenutzung der Grundschule. Die Werkstatt wird dazu in der nächsten Sitzung wahrscheinlich Beschlüsse fassen. Der Ortsvorsteher mahnte an, über den bisher bekannten allgemeinen Rahmen hinaus müssten bei der nächsten Infoveranstaltung auch erste konkrete Lösungsansätze für die Folgenutzung erkennbar werden. Zudem dränge die Zeit langsam, weil im nächsten Jahr die Grundschule vor Ort schließt.

Zum Straßenbau in der Ortslage wusste der Ortsvorsteher auch Neues zu berichten. Die Malmedyer Straße ab dem Haus Hermanns und die daran anschließende Monschauer Straße bis zum Ortsausgang Richtung Monschau würden in Kürze saniert.

Gleiches gelte für die Bahnhofstraße. Sobald die Hausanschlüsse für die Wasserleitung verlegt seien, werde die Fahrbahn einschließlich der Bordsteine komplett saniert. Die Feld- und Wanderwege in der Ortslage würden freigeschnitten. Dabei würden Asylbewerber zum Einsatz kommen, sagte Rader.

Es folgten keine besonderen Wortmeldungen zu den Berichten. Die Versammlung ging gleich zu den Wahlen des neuen Vorstandes über. Die Aufgaben der Wahlkommission übernahmen Bernadette Rader und Johanna Jansen. Bürgermeisterin Margareta Ritter leitete die Vorstandswahlen. Die erkrankte Sonja Laschet bestätigte der Ortsverband mit einem einstimmigen Votum für eine weitere Legislaturperiode in ihrem Amt.

Gleiches gilt für den stellvertretenden Vorsitzenden Manfred Schneider und für Geschäftsführer Rainer Mertens. Als Beisitzer gehören demnächst auch Lukas Krüger, Hans-Jürgen Paulus, Josef Prümmer, Hubert Theißen und Dieter Ungermann zum Vorstand. Als Personalvorschlag des Ortsverbandes für die nächste Wahl eines Beisitzers im Stadtverband legte sich die Versammlung auf Lisa Aderhold fest.

Die Bürgermeisterin sprach noch einmal in groben Zügen die neue Friedhofsordnung, die Folgenutzung der Grundschule und den Ausbau der Bahnhofstraße an. Im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingssituation sei es wichtig, die Angebote der Verwaltung für die eigene Bevölkerung stärker in die Dörfer zu bringen.

Gegenwärtig seien etwa 850 Flüchtlinge im Stadtgebiet untergebracht. Davon würden ungefähr 500 Personen das Stadtgebiet nach der Erstaufnahme wieder verlassen. Der Einsatz der Flüchtlinge in gemeinnütziger Arbeit werde von Ortsvorsteher Norbert Rader und Karl-Josef Mertens organisiert.

Zum Ende gab es noch zwei Wortmeldungen. Die Tempobegrenzung an Dreistegen ist inzwischen zur Freude der Pendler aufgehoben. Anwohner der Bahnhofstraße mahnten den Ausbau der Verlängerung Fedderbach zum Vennbahnradweg an.

(fm)