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Nordeifel: Wolfsberater Hermann Carl gibt drei kleinen Rehen Hilfe

Tierische Notfälle : Wolfsberater hilft drei kleinen Rehböcken

Tier des Monats: Drei kleine Rehkitze

Gleich drei kleine Rehböckchen zieht der Monschauer Luchs- und Wolfsbeauftragter der Eifel, Hermann Carl, gerade groß. Im Mai sind sie als Notfälle zu ihm gekommen, seither kümmert er sich liebevoll um Max und die Zwillinge Moritz und Marlon.

Zwei von ihnen erhalten noch täglich das Fläschchen, eines der Rehkitze bevorzugt es, aus einer Schale zu trinken. Zudem gibt es Löwenzahn, Spitzwegerich oder auch mal Haselnussblätter.

„Rehe sind Nahrungsselektierer. Sie suchen sich genau die Nahrung aus, die sie brauchen. Und darum ist es auch schwer, Rehe im Wildpark oder auf einer Wiese zu halten. Dort finden sie bei weitem nicht die Nahrung, die sie brauchen“, sagt Carl. Also bietet er ihnen so viel Abwechslung wie nur möglich, damit sie sich prächtig entwickeln. Denn schon bald ziehen die drei auf eine größere Wiese mit kleinem Waldstück um.

Sie sollen sich an das Leben im Wald gewöhnen. Nächstes Jahr im April werden die Rehkitze dann ausgewildert. „Es dauert gerade einmal eine Woche bis 14 Tage, dann sind sie wieder total verwildert. Und so sollte es sein. Wildtiere gehören in die freie Wildbahn.“