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Monschau: Nikoläuse und Lämpchen am Ohrwärmer

Monschau : Nikoläuse und Lämpchen am Ohrwärmer

Auch der 28. Monschauer Weihnachtsmarkt lockt wieder mit verlässlichen Stärken: Romantik pur in der Altstadt, tausende Lichter in Fenstern und Buden, Glühwein- und Bratwurstduft, und vor allem jede Menge Volk.

Tausende Besucher fügen sich in das Bild ein mit Nikolausmützen oder lichtbesetzten Ohrwärmen.

Treffpunkt Nummer 1

Für hunderte Freundeskreise, Betriebe oder Familien ist der Monschauer Weihnachtsmarkt ein fester Termin in der Adventszeit. Dies zeigte sich auch schon zum Auftakt am Freitag. Die Organisatoren haben mit ihrer Werbekampagne, dass der Freitagnachmittag der Besuchstermin für die Einheimischen ist, ins Schwarze getroffen, und trotz vorübergehenden Nieselregens nutzten schon viele Nordeeifeler den Auftakt zu einem Besuch.

Am Treffpunkt Nummer 1 des Marktes, an der Glühweinbude des Partnerschaftsstandes, nahm Monschaus Bürgermeister Theo Steinröx die kurze offizielle Eröffnung vor. Den Gästen wünschte er „unterhaltsame und besinnliche Stunden” und lobte die nach wie vor „unheimliche Anziehungskraft” des Marktes.

Die komplette Stadtverwaltung fand sich im Altstadtkern ein, und sorgte wie andere Besucher auch, am Partnerschaftsstand für gute Umsätze.

Bei einigen anderen der insgesamt 49 Buden liefen die Geschäfte eher schleppend an. In einer Bude blieben am ersten Wochenende die Lichter sogar komplett aus. Die erstmals vertreten Anbieter aus Finnland kommen eine Woche später.

Eine Reihe neuer Budeninhaber bereichert den Markt. In diesem Jahr gab es eine Vielzahl von Inhaberwechseln in Monschauer Einzelhandelsgeschäften, und diese wollen sich natürlich auch gerne auf dem Weihnachtsmarkt in Szene setzten.

Weihnachtmarkts-Organisator Franz-Peter Müsch schaute entspannt dem Treiben zu, denn im Vorfeld hatte alles reibungslos funktioniert, weder ein Wurstkrieg noch anderer Unmut droht. Im Gegenteil: Die Budenbesitzer demonstrieren zumindest nach außen Gemeinsamkeit. Die neuen einheitlich gestalteten Metallschilder an jeder Bude, die auf das Hauptprodukt hinweisen, geben ein ebenso professionelles wie geschmackvolles Bild ab.

Keine Dauerberieselung

Um den prächtigen Rurberger Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz kuscheln sich Holzbuden, doch die Edeltanne könnte bei einer intensiveren Lichterkette durchaus noch mehr Wirkung erzielen.

Angenehm fiel auf, dass die Dauerbeschallung mit einschlägigen Weihnachts-Ohrwürmern nicht stattfand, dafür aber gibt es so viel Livemusik wie nie. Allein drei Alphorntrios wechseln sich ab, und so manches Ensemble meldet seinen Besuch spontan an, freut sich Franz-Peter Müsch über die enorme Ausstrahlung des Weihnachtsmarktes weit über die Region hinaus.

Am Freitagabend sorgte ein Chor aus dem belgischen Malmedy komplett in Weihnachtsmann-Rot gewandet, an Richters Eck für harmonischen Gesang im Nieselregen. Zu den Gästen, die sich selbst einladen, gehört auch ein Schulchor aus den Niederladen, der in der Realschule St. Ursula sein Nachtlager aufschlägt oder auch ein Männergesangverein aus Frankfurt, der seinen Vereinsausflug nach Monschau mit einem Kurzauftritt beim Weihnachtsmarkt verbinden möchte.

Am ersten Wochenende des 28. Monschauer Weihnachtsmarkts konnten sich die Besucher noch relativ frei durch die Budengassen bewegen, aber das Schlimmste steht ja noch bevor.