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Einruhr: Nie erlebter Ansturm beim Rursee-Lauf

Einruhr : Nie erlebter Ansturm beim Rursee-Lauf

Genau 1182 Läufer und Walker passierten beim Rursee-Marathon am Sonntag nach fünf, 16,5 oder 42,2 Kilometern die Ziellinie auf dem Dorfplatz in Einruhr.

Bereits am Samstag hatten 185 Walker und Walkerinnen mit oder ohne Stöcke die 16,5-Kilometer-Strecke bewältigt, damit hat das Läuferfest am Rursee eine bislang einmalig große Faszination ausgeübt.

Während im vergangenen Jahr beim Marathon 370 Finisher verzeichnet wurden, waren es in diesem Jahr 492. Als besonders attraktiv erwies sich der 16,5-Kilometer-Lauf, der zum ersten Mal angeboten wurde. Hier erreichten 577 Teilnehmer das Ziel, lediglich 207 waren es im vergangenen Jahr beim 10-Kilometer-Lauf.

Kleiner Schock

Für das Organisationsteam um Barbara Wollgarten begann der Wettkampftag am Sonntag mit einem kleinen Schock angesichts der langen Schlange, die sich am Nachmeldeschalter drängte.

„100 sind normal, auf 200 waren wir eingerichtet, aber mehr als 300 - das hat doch einige Probleme gegeben”, berichtet sie. In aller Eile wurde vor allem zusätzliche Verpflegung wie Obst und heißer Tee herbeigeschafft. Von Trinkbechern bis zu Medaillen, alles musste nachorganisiert werden. An den Verpflegungsstationen auf der Strecke kamen die Helfer kaum nach mit dem Verteilen und Einschenken angesichts der herandrängenden Massen.

Läufer begeistert

Was nun diesen Boom ausgelöst hat, darüber kann nur spekuliert werden. Vielleicht war es die Ankündigung einer neuen Streckenführung durch den Nationalpark. Und die hat in der Tat gehalten, was der Veranstalter damit versprochen hat. Die Begeisterung bei allen Teilnehmern war einhellig. „Traumhaft - wunderschön - einmalig”, waren immer wieder gehörte Kommentare.

Als erste starteten schon um 9 Uhr die Marathon-Walker. Frank Gävert und Uschi Plebs trugen sich mit Zeiten um die fünf Stunden als erste Sieger in dieser neuen Disziplin in die Annalen ein. Den anschließenden 5-km-Lauf gewann bei den Männern Stefan Schnorr (Germania Dürwiß) in 17:45 Minuten vor Christian Mießen vom Laufteam Rohren in 17:54 Minuten. Bei den Frauen liefen Ulla und Hanna-Lena Balduin (LG Mützenich) als schnellste Nordeifelerinnen in 24:20 Minuten auf den 5. und 6. Platz.

Fantastische Kulisse

Entsprechend der hohen Teilnehmerzahl bei den Läufen war auch die Zuschauerkulisse auf dem Dorfplatz fantastisch. Moderator Ralph Thoma sorgte in seiner bekannten Art dafür, dass jeder Läufer und jede Läuferin sich als Sieger fühlen durfte und mit dem gebührenden Respekt für die vollbrachte Leistung empfangen wurde.

Schon nach einer knappen Stunde trafen die ersten 16,5-Kilometer-Läufer auf dem Dorfplatz ein. Marcel Recker (LAC Eupen) setzte hier in 56:18 Minuten den Maßstab für die nächsten Jahre. Der Dritte, Pascal Langer (Bergwacht Rohren) in 58:53 Minuten, und der Vierte, Volker Jansen (LG Mützenich) in 59:11 Minuten, blieben ebenfalls noch unter der Einstunden-Grenze.

Bei den Frauen beendete Irmgard Brandenburg vom SV Kalterherberg den Lauf als Sechste in 1.14:56 Stunden vor Anja Krott vom TV Roetgen in 1.17:33 Stunden.

Auf der Marathon-Strecke hatten sich die späteren Sieger Guido Hermes und Rainer Billig schon früh vom Feld abgesetzt und beschlossen, nun gemeinsame Sache zu machen. Ein Streckenrekord konnte diesmal nicht erwartet werden, aufgrund der neuen Streckenführung wurden „die Karten neu gemischt”, betonte Ralph Thoma.

„Meisterschaften des TV Roetgen”

Der Vorsprung von mehr als 12 Minuten auf den Drittplatzierten Stefan Pulger vom SV Kell dokumentiert aber deutlich die Klasse dieser beiden Athleten. Thomas Plum als Vierter in 2.48:07 Stunden setzte die „Meisterschaften des TV Roetgen” fort, der mit Christoph Giesen (11./2.59:53), Hartmut Giesen (12./3.00:44) und Kurt Pipper (14./3.03:45) die sechs besten Nordeifeler stellte.

Auch in der Mannschaftswertung gingen die drei ersten Plätze an diesen Verein. Als 19. lief der junge Christian Werker vom TV Konzen in 3.05:49 Stunden eine hervorragende Zeit.

Bei den Frauen dominierten erwartungsgemäß die Läuferinnen der Germania Eicherscheid. Mit der Dritten Claudia Schwan in 3.19:07 Stunden, der Vierten Sabine Jacobs in 3.24:36 Stunden (aufgrund eines Fehlers gestern irrtümlich als beste Eifeler Läuferin übermittelt) und der Zehnten Bernadette Krökel in 3.44.19 Stunden gewannen sie die Mannschaftswertung. Dazwischen hatte sich als Neunte noch Monika Nießen (Roland Rollesbroich) platziert. Als schnellste Frau lief in Abwesenheit von Marion Braun die Vorjahreszweite Petra Knops durchs Ziel.