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Neujahrsempfang der Malteser Lammersdorf

„Helfen macht glücklich“ : Malteser zeigen sich bei Neujahrsempfang bescheiden

Obwohl sie angesichts der kürzlich erfolgten Übernahme des Rettungsdienstes sicher allen Grund gehabt hätten, sich mit stolz geschwellter Brust zu präsentieren, zeigten sich die Verantwortlichen der Malteser bei ihrer traditionellen Jahresauftaktveranstaltung im Lammersdorfer Pfarrheim vor großer Gästekulisse bescheiden.

Wie die Ortsgeschäftsführerin Angelika Völl betonte, sei die Übernahme des Rettungsdienstes in den drei Eifelkommunen im Oktober vorigen Jahres ein Kraftakt gewesen, den man mit Hilfe aller Beteiligten dann gut umgesetzt habe.

Die Wertschätzung, die man dem Malteser Hilfsdienst (MHD) entgegen bringt, zeigte sich auch an der Gästeliste. Neben ranghohen Vertretern der Feuerwehren und des THW hatten sich in Lammersdorf Pfarrer Michael Stoffels, Marlis Cremer von der Städteregion und die stellvertretenden Bürgermeister aus Simmerath, Monschau und Roetgen eingefunden, die vom MHD-Diözesanleiter Jürgen Werner begrüßt wurden.

Werner hob hervor, dass die Malteser im Monschauer Land mittlerweile eine wesentliche Säule in der Gefahrenabwehr sowie im sozial-caritativen Spektrum der Nordeifel sind. „Mit der Übernahme des Rettungsdienstes haben wir einen weiteren Sprung nach vorn gemacht“, erklärte Werner. Neben mehr als 70 hauptamtlichen Mitarbeitern seien zwischenzeitlich mehr als 50 Ehrenamtler in der Gliederung Monschauer Land tätig. Darüber hinaus konnten auch im traditionell starken Segment der Malteser, der Ausbildung, im vergangenen Jahr viele Kurse im Bereich Erste Hilfe und Sozialpflege durchgeführt werden.

Der Diözesanleiter übergab schließlich Ernennungsurkunden an Martin Reategui (Ortsbeauftragter), Jan Börmann (Leiter Einsatzdienste) und Yannik Melms (Stellvertreter), die sich und ihre Aufgabengebiete danach kurz vorstellten. Zur Historie der Malteser im Monschauer Land nahm Ralf Bischoni, Leiter der Aachener Malteser Schule, Stellung. Von 1972 bis 1977 waren die Malteser in der Leit- und Rettungsstelle in Imgenbroich tätig. Hiernach übernahm man bis 2003 die Rettungswache in Simmerath.

Seit Oktober 2018 ist der MHD nun wieder für den Rettungsdienst des Altkreises Monschau zuständig. In der Rettungswache in Simmerath stehen drei Rettungswagen (RTW), ein Notarzteinsatzwagen und drei Krankentransportwagen zur Verfügung. Bischoni hob die Wichtigkeit der Ehrenamtler hervor und gab einen Rückblick auf zurückliegende Einsatzaktivitäten. Jutta Palm konnte erfreut mitteilen, dass man vier Erste-Hilfe-Ausbilder und sechs Pflegedozenten habe. Darüber hinaus befinden sich vier neue Ausbilder in der Qualifizierung.

Simmeraths stellvertretender Bürgermeister Bernd Goffart sprach im Namen der anderen kommunalen Vertreter von einem nahtlosen Übergang bei der Übernahme des Rettungsdienstes und dankte allen, die daran beteiligt waren. Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung tauschte man sich in gemütlicher Atmosphäre bei Speis’ und Trank noch länger im Lammersdorfer Pfarrheim aus.

(ani)