Nordeifel: Neuer Krötentunnel bremst die Pendler

Nordeifel: Neuer Krötentunnel bremst die Pendler

Zweieinhalb Monate lang war im Sommer 2017 die Hahner Straße (L 12) zwischen Mulartshütte und Lammersdorf wegen einer umfangreichen Fahrbahnsanierung gesperrt. Obwohl die 1,4 Millionen Euro teure Instandsetzungsmaßnahme sich auf dem sieben Kilometer langen Stück um drei Wochen verzögerte, ist sie damals nicht ganz zum Abschluss gebracht worden.

Der vorgesehene Einbau eines Krötentunnels am Lensbach im Einmündungsbereich der Lammersdorfer Straße in Höhe der Ortslage Rott konnte im Zuge der laufenden Baumaßnahme nicht umgesetzt werden, weil der Landesbetrieb Straßenbau die Straße wieder freigeben wollte, da zeitgleich auf der B 258 in Roetgen Kanalsanierungsarbeiten begannen, und die beiden wichtigsten Berufspendlerstrecken nicht zeitgleich eingeschränkt werden sollte. Ein weiterer Grund lag in den beginnenden Sommerferien.

Seit dem vorigen Sommer befinden sich Betonbauteile für die unter der Fahrbahn verlaufende Amphibienquerung bereits vor Ort. Die Baumaßname selbst beginnt am Montag, 19. März, und soll nur eine Woche dauern. Die bisher vorhandene Rinne soll durch einen größer dimensionierten Tunnel ersetzt werden. Auf den entsprechenden Vorab-Hinweisschildern für die Verkehrsteilnehmer, die mindestens fünf Tage vorab aufgestellt werden sollen, ist allerdings zu lesen, dass die Vollsperrung bereits ab Montag, 12. März, erfolgen sollte. Dieses Datum ist nicht zutreffend, da die Baufirma den Termin nicht einhalten konnte.

Verzögerung stößt auf wenig Begeisterung

Beim Landesbetrieb Straßenbau, der stets erster Ansprechpartner für die Öffentlichkeit ist, sieht man bei allem Verständnis für die jetzt beginnende, hohe Termindichte der Baufirmen nach Ende der Winterphase die Verzögerung aber nicht besonders gern: „Wir würden schon gerne darauf bestehen, dass die Termine eingehalten“, sagt Bernd Aulmann, Sprecher der Regionalniederlassung Ville-Eifel von Straßen NRW in Euskirchen.

Die Baufirma verfüge über einen Korridor von zwei Wochen, um die Maßnahme abzuwickeln, erläutert ergänzend Projektleiter Arnd Meyer von Straßen NRW. Auch wenn nun auf den Hinweisschildern das nicht zutreffende Datum für den Baubeginn zu lesen sei, werde man daran nichts mehr ändern, sagt Arnd Meyer, der davon ausgeht, dass die Autofahrer leicht feststellen würden, dass die Vollsperrung noch nicht vollzogen worden sei, weil sich auf der Fahrbahn selbst noch keine Absperrung befinde.

(P. St.)