Kalterherberg: Neuer Kammermusikkreis ensteht: Kostproben in Kalterherberg

Kalterherberg: Neuer Kammermusikkreis ensteht: Kostproben in Kalterherberg

Im Gottesdienst im Kalterherberger Eifeldom gab es als Besonderheit nicht nur die Sternsinger, denen Pastor Karl Schnitzler für ihr Engagement dankte. Während der Messe ließen vielmehr auch die berückenden Klänge eines neuen Monschauer Ensembles aufhorchen, das sich nach dem Gottesdienst mit einem kleinen, besinnlichen Konzert näher vorstellte.

Inspirator dieses neuen Musikkreises ist der Monschauer Gitarrist Werner Kulla, der an diesem Abend die beiden Flötisten Josef Noel und Bruno Schnell mitgebracht hatte sowie als besondere Überraschung die Sopranistin Kerstin Litt.

Wie Werner Kulla erläuterte, war dies schon der vierte Auftritt seiner musikalischen Formation in der Kalterherberger Kirche. Nach noch kleineren Anfängen habe nun auch die Ensemblestärke die Zahl vier erreicht. Kulla stellte in Aussicht, dass im nächsten Jahr vielleicht ein kleines Kammerorchester auftreten werde.

Erwartungen geweckt

Die Kostproben, die am Samstag zu hören waren, weckten Erwartungen auf das, was da als Bereicherung des Monschauer Musikangebots wohl noch kommen wird.

Die Gestaltung der teilweise bekannten Stücke war souverän, klangschön und durchdacht. Während des Gottesdienstes fiel vor allem die Bearbeitung der „Pastorale” aus dem berühmten Weihnachtskonzert von Arcangelo Corelli auf.

Im anschließenden Konzertteil ließ dann Kerstin Litt mit einer Arie aus Händels „Messias” aufhorchen, vor allem aber durch eine veritable Entdeckung, nämlich durch die Engelsverkündigung „Fürchtet euch nicht” aus einer Weihnachtskantate des Bach-Zeitgenossen Johann Samuel Beyer.

Diese bewegend gestaltete kleine Szene wurde als Zugabe noch ergänzt durch eine als Weihnachtslied („Tochter Zion”) bekannte Arie aus Händels „Judas Makkabäus”.

Die zum Mitsingen aufgeforderten Zuhörer hatten spürbare Hemmungen, die schöne Stimme Kerstin Litts durch eigenen Gesang zu beeinträchtigen.

Die überaus positive Resonanz der gar nicht wenigen Zuhörer, die nach dem Gottesdienst zum Konzert geblieben waren, darf dieser sympathische kleine Musikkreis gewiss als Ermutigung auffassen, seinen Weg fortzusetzen.

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