Höfen: Neuer Defibrillator: ein Gerät, das Leben retten kann

Höfen: Neuer Defibrillator: ein Gerät, das Leben retten kann

„Wir haben gejubelt, als wir die Zusage bekommen haben“, sagte Löschgruppenführer Michael Roder vergangene Woche. Der Grund: Der Förderverein der Löschgruppe hat einen der lebensrettenden automatischen externen Defibrillatoren (AED) entgegengenommen.

Es liegt auf der Hand, welch wichtige Rolle das Gerät bei Einsätzen von Ersthelfern spielen kann. Je früher die Defibrillation erfolgt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person ohne bleibende körperliche Schäden überlebt. Jede Minute ohne wirksame Reanimation reduziert die Überlebenswahrscheinlichkeit um zehn Prozent. Insofern kann der Defibrillator die gängigen Basismaßnahmen der Wiederbelebung durch Ersthelfer optimal ergänzen.

Bis jetzt befanden sich diese Geräte in Monschau allerdings nur in öffentlichen Gebäuden wie dem Rathaus und natürlich in den Rettungswagen. In dem vergangenen Jahr hatte sich allerdings gezeigt, dass die Freiwillige Feuerwehr oftmals aufgrund ihrer Stationierung in Höfen nicht nur schneller zu den Menschen in Not gelangte, sondern durch ihre Fahrzeuge auch die für die Rettungswagen schwerzugänglichen Stellen erreicht hat.

Löschgruppenführer Michael Roder wünscht sich, dass der AED zur Grundausrüstung der Feuerwehr zählen würde und sich damit auf jedem erstausrückenden Fahrzeug befinden müsse. Dies sei bis jetzt nicht der Fall.

Dank der Energie- und Wasser-Versorgung GmbH (EWV) ist nun zumindest der Feuerwehrstandort Höfen mit dem gut 17.000 Euro teurem Gerät ausgerüstet. Alle stimmten dabei dem Vertreter der EWV, Markus Bienwald, zu, der sagte: „Wenn durch dieses Gerät auch nur ein Leben gerettet werden kann, dann zahlt es sich schon aus.“ Die zurzeit 38 aktiven Mitglieder, von denen auch einige zu der Übergabe erschienen sind, werden in den kommenden Tagen in die Arbeit mit dem Gerät eingewiesen.

Auch die 13 Jungen und Mädchen der Nachwuchsgruppe werden lernen, wie sie mit dem AED in Zukunft Leben retten können. Die Marketingvertreterin der EWV, Klaudia Ratzke, die den Defibrillator an den Vorsitzende des Fördervereins, Jochen Mießen, überreichte, sagte: „Wir hoffen, dass sie ihn gar nicht oder nur selten benutzen müssen. Wenn er dann aber doch zum Einsatz kommt, dann soll er Leben retten“.

(lro)