Roetgen: Neue Ortspläne für Roetgen: Immer noch nicht ok

Roetgen: Neue Ortspläne für Roetgen: Immer noch nicht ok

Wie intensiv die fünf noch aufzustellenden Ortspläne im Gemeindegebiet Roetgen am Ende tatsächlich einmal genutzt werden, steht noch in den Sternen, aber der Roetgener Umwelt-, Touristik- und Forstausschuss macht sich seit über einem Jahr viele Gedanken über die gestalterische Ausführung und die effektivsten Standorte für die Pläne.

Auch in der zurückliegenden Sitzung zeigte sich der Ausschuss immer noch nicht glücklich mit den Ortsplänen, so dass erst im Herbst der abschließende Beschluss erfolgen wird. Bis dahin wird die Verwaltung dann gemeinsam mit dem Verlag einen Entwurf als Beratungsgrundlage vorlegen. Außerdem sollen die Standorte noch einmal auf ihre Eignung hin überprüft werden. Diesem Vorschlag von Bürgermeister Jorma Klauss folgte der Ausschuss auch mehrheitlich.

Die Erstellung der Ortspläne ist für die Kommune kostenneutral, da sich das Projekt über die Werbung ortsansässiger Betriebe finanziert. Die Gemeinde wird laut Angebot 2000 Faltpläne und fünf witterungsbeständige Großformatpläne erhalten. Letztere werden dann in Vitrinen ausgehängt, die gut 7000 Euro kosten, die die Gemeinde finanzieren muss. Die Städteregion hat bereits einen Zuschuss aus Fördermitteln für Tourismus- und Erholungsgebiete in Höhe von 50 Prozent zur Verfügung gestellt.

Zu Beginn der Diskussion meinte Stephan Speitkamp (CDU), dass man sich mit geplanten fünf Standorten noch einmal näher beschäftigen müsse, insbesondere vor dem Hintergrund in welches „Wettbewerbsumfeld“ man mit bereits vorhandenen Infotafeln trete. So befänden sich am vorgesehenen Standort in Mulartshütte bereits fünf Elemente ähnlicher Art.

Auch wünsche er sich sich zur nächsten Sitzung einen konkreten Entwurf des Verlages, um eventuell noch Korrekturen einbringen zu können. Dieser Punkt war auch für Wolfgang Schruff (PRB) wesentlich; man wolle schließlich keine „Katze im Sack“ kaufen. Für die UWG erinnerte Rainer Welzel an den alten Vorschlag seiner Fraktion, die Ortspläne kostengünstig und effektiv ins Buswartehäuschen zu platzieren.

Bürgermeister Klauss wies aber darauf hin, dass es sich bei den Ortsplänen weder um ein Wanderorientierungssystem noch um ÖPNV-Netzpläne handele, sondern in erster Linie um ein Straßenverzeichnis.

(P. St.)