Konzen: Neue Konzepte, neue Ziele, neue Köpfe bei der SPD

Konzen: Neue Konzepte, neue Ziele, neue Köpfe bei der SPD

Landauf, landab macht bei den Sozialdemokraten das Wort vom Neuaufbau die Runde. Auch die Monschauer SPD hat sich bei der ersten Mitgliederversammlung nach drei aus ihrer Sicht insgesamt schlecht ausgefallenen Wahlen am Donnerstag zumindest teilweise personell neu aufgestellt.

Der inhaltliche Neuanfang soll folgen, nach Abschluss des „Projekts 2009” sollen Arbeitsgruppen schon bald neue Konzepte und neue Ziele formulieren.

Brigitte Olschewski, Vorsitzende des SPD-Ortsvereines Monschau, sprach bei der Begrüßung der zwei Dutzend Mitglieder und Gäste von einem „ereignisreichen Jahr mit drei Wahlen”, die „sehr unterschiedlich ausgefallen” seien. Bei der Europawahl habe man in Monschau, im Gegensatz zum Bundestrend, dazugewonnen und viele Stimmen für Martin Schulz in dessen Heimatwahlbezirk sammeln können.

Bei der Kommunalwahl wussten die Monschauer Sozaldemokraten nicht so recht, ob sie sich freuen oder ob sie trauern sollten. Zum einen gab es „zwei riesige Erfolge” mit dem historischen erstmaligen Gewinn zweier Direktmandate im Stadtgebiet. Brigitte Olschewski sprach vom „Senkrechtstarter” Bernd Kreutz, der in Kalterherberg mehr als 50 Prozent geholt und damit gezeigt habe, „was für die SPD auch hier in der Eifel möglich ist”. Das zweite Direktmandat gewann Brigitte Olschewski selbst in Imgenbroich, „das brauchst Du gar nicht so bescheiden zu verschweigen”, riss Erwin Jansen kurz die Rede an sich, begleitet vom Beifall der Genossen.

Positiv vermerkt wurde auch, dass SPD-Kandidatin Martina Rader in den neuen Städteregionstag gewählt wurde „und dort die Interessen der Eifel vertreten wird”, versprach Brigitte Olschewski.

Die Vorsitzende machte aber auch keinen Hehl daraus, dass die SPD „zwei Ziele bei der Kommunalwahl verfehlt” habe. So sei es an wenigen Stimmen gescheitert, ein zusätzliches Ratsmandat in Monschau zu gewinnen, somit bleibt es für die Sozialdemokraten bei sechs Sitzen.

„Leider nicht gelungen” sei es auch, die Mehrheitsfraktion der CDU unter 50 Prozent zu drücken. Dennoch wolle man versuchen, mit neuem Schwung im Monschauer Rat gute Oppositionsarbeit zu leisten, wie später auch Fraktionssprecher Gregor Mathar ankündigte (siehe weiteren Bericht).

Über die dritte und letzte Wahl dieses Superwahljahres, die Bundestagswahl, verlor Brigitte Olschewski nicht viele Worte. Man habe enorm fleißig Wahlkampf betrieben, vor allem auch für den jungen Kandidaten Martin Peters. Der Wähler aber habe Anderes gewollt, „wir haben total verloren - auch hier in Monschau”, meinte die Vorsitzende ungeschönt.