Monschau: Neue Beitragsregelung zur Ganztagsschule beschlossen

Monschau: Neue Beitragsregelung zur Ganztagsschule beschlossen

Einheitliche Elternbeiträge für die Betreuung in der Offenen Ganztagsschule (OGS) werden ab 1. August 2015 in der Stadt Monschau erhoben. Der Stadtrat verabschiedete jetzt einstimmig eine neue Satzung. Bislang hatten die drei OGS-Trägervereine im Stadtgebiet Monschau die Elternbeiträge festgesetzt.

Da die Stadt Monschau ab dem kommenden Schuljahr als Schulträger aber die Beiträge einheitlich festlegt und auch erhebt, wurde die Neuregelung erforderlich. Im laufenden Schuljahr sind 131 Kinder an der OGS angemeldet.

Bislang haben die jeweiligen OGS-Träger (der Verein zur Betreuung Monschauer Grundschulkinder für die KGS Höfen, der Förderverein der Grundschule Imgenbroich-Konzen und der Verein der Freunde und Förderer der Grundschule Mützenich) die Beiträge festgesetzt und erhoben. Dieses Verfahren aber wird inzwischen vom Land bemängelt, so dass die Stadt Monschau reagieren musste.

Der erste Satzungsentwurf aber hatte bei der Beratung im Bildungsausschuss keine Zustimmung gefunden, so dass jetzt an einem runden Tisch, bestehend aus OGS-Vertretern, Schulen, Fraktionen und Verwaltung nachgebessert wurde. Wesentlicher Diskussionspunkt war die Staffelung beziehungsweise Höhe der Elternbeiträge.

Nachdem im ersten Entwurf die soziale Komponente als nicht ausreichend berücksichtigt bemängelt wurde, „liegt jetzt ein sehr faires Modell vor“, bewertete Uli Kühn (CDU) in der Ratssitzung die Übereinkunft des runden Tisches.

Verabschiedet wurde ein Modell, wonach sich die Höhe des Elternbeitrags an sechs Einkommengruppen orientiert. Bewusst habe man darauf verzichtet, in der niedrigsten Einkommensgruppe (bis 12000 Euro) eine Beitragsfreiheit auszusprechen.

Damit wolle man die Wertschätzung gegenüber der Arbeit der OGS-Trägervereine zum Ausdruck bringen. In Notfällen aber sehen die Fördervereine die Möglichkeit, die Eltern bei der Finanzierung zu unterstützen.

Weitere wesentliche Eckpunkte der Satzung sind die 50-prozentige Geschwisterermäßigung beim zweiten angemeldeten Kind und Beitragsfreiheit beim dritten Geschwisterkind. Die Regelbetreuung in der OGS wurde von 8 bis 15 Uhr festgesetzt.

Die neue Satzung gilt jetzt zunächst für ein Jahr. Spätestens in einem Jahr möchte sich der runde Tisch erneut treffen, um die ersten Erfahrungen mit der neuen Vereinbarung auszutauschen und zu berechnen.

Bei geschätzten Einnahmen durch Elternbeiträge von jährlich 68.000 Euro kann bei 120 OGS-Kindern je Kind ein Beitrag von 47 Euro an die OGS-Träger weitergeleitet werden.

(P. St.)