Eicherscheid: Neue Aufgaben für Trommler und Pfeifer

Eicherscheid: Neue Aufgaben für Trommler und Pfeifer

Kaum ist das letzte „Trömmelche“ zum Eescher Fastelovends—Kehraus verstummt, rüsten Tambouren und Flötenspieler des Eicherscheider Trommler und Pfeiferkorps (TPK) bereits zu neuen Taten. Sind sie doch Ausrichter des 133. Verbandsfestes der Vereinigten Spielmannszüge Nordeifel.

Das wird vom 5. bis 7. September im Golddorf gleich doppelt gefeiert, denn das TPK wird 2014 zudem 90 Jahre jung. Denn, konstatierte Vorsitzender Herbert Schröder im Rahmen der Generalversammlung, „das Durchschnittsalter unserer Musiker liegt im Jubiläumsjahr bei 28 Jahren. Beste Voraussetzungen also, um noch lange gemeinsam Musik zu betreiben.“

Schröder hieß in der „Tenne“ 40 Mitglieder und Gäste willkommen, allen voran die Ehrenmitglieder Helmut „Penny“ Förster, Ralf Hammerschmidt, Ernst Kaulard, Karl Löhrer und Gustav Schröder. Teilneuwahlen zum Vorstand und Ehrungen verdienter Spielleute bestimmten — neben Berichten aus den Vorstand — die Tagesordnung.

Nach Verlesung des Vorjahres-Versammlungsprotokolls durch Martin Kirch trug Kassiererin Anne Huppertz ihr Zahlenwerk vor. Der Verein erwirtschaftete einen zufriedenstellenden finanziellen Überschuss. Huppertz verwies überdies auf „gute Rücklagen“. Die Revisoren Michael Bein und Robby Schmitz bescheinigten ihr eine einwandfreie Buchführung.

In einem Grußwort zum Auftakt des Wahlvorganges dankte Vorstandsvorsitzender Schröder seinem Führungskollegium „für die effektive Zusammenarbeit der Vergangenheit“. Und er blickte voraus: „Wir stehen vor neuen Aufgaben und können nur kurz durchatmen. Die Planungen zum Verbandsfest laufen zügig an, da sind Ideen kreativer Köpfe und zupackende Hände erwünscht!“

2. Vorsitzender bleibt Christoph Huppertz, auch Schriftführer Alexander Sistermans wurde wiedergewählt. Helmut Förster ist nach wie vor als Beitragskassierer im Einsatz, die 2. Jugendvertreterin, Ramona Kell, genießt auch künftig das Vertrauen der Mitglieder. Tennen-Beauftragter und Beisitzer Christof Huppertz kandidierte ebenso erfolgreich erneut.

Jugendsprecherin Kerstin Schütt unterstrich die erfolgreiche Nachwuchsarbeit mit positiven Ergebnissen. Der Verein bildet demnach derzeit zwei junge Trommler und vier Jugendliche im Flötenregister aus.

Geschäftsführer Alexander Sistermans bezifferte Mitgliederzahl auf insgesamt 250, 63 von ihnen sind aktiv, sieben sind Ehrenmitglieder und 177 Förderer. Im Jahr 2013 hat das TPK sieben öffentliche Auftritte in seinem Heimatort absolviert, zwölf weitere Präsentationen führten die Formation zu auswärtigen Gastspielen. Sternmärsche, Jugendspiele und Schützenfest bestimmten ihr geselliges Kulturprogramm.

„In unserem arbeitsintensiven Jahr durften auch Karnevalsumzüge, ein Probewochenende in Nideggen, Gemeinschaftskonzerte, die Mitgestaltung des Städteregionsfestes, Kirmesfeierlichkeiten samt öffentlicher Musikprobe nicht fehlen“, sagte Sistermans. Krönender Abschluss war eine Moselfahrt.

Origineller Modus

Im Zeremoniell zum Verbandsfest, blickte der Vorstand voraus, werden verdiente TPK—Leistungsträger durch Vertreter des Volksmusikerbundes geehrt. Außerdem sollen Erich Förster und Christof Huppertz zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Förster ist seit 1963 aktiv und hat sich auf mehreren Vorstandspositionen bewährt. Huppertz (bis 2011 1. Vorsitzender) trat 1979 dem TPK bei.

Einen originellen Modus tüftelte der Vorstand aus, um die Probenaktivsten des Orchesters zu würdigen. Nicht wer am häufigsten zum Übungsspiel erschien, sondern wer am längsten trainierte, wurde ausgezeichnet. Zu jeweils 80 Prozent waren demnach Dietmar Förster, Ralf Hammerschmidt und Lukas Huppertz im Pfarrheim zur Vorbereitung der Konzerte präsent.

Das Schlusswort hatte Eicherscheids Ortsvorsteher Günter Scheidt: „Nach vorbildlicher Ausrichtung von Kirmes und Karneval steht das TPK Eicherscheid schon vor neuen Herausforderungen. Nur mit hohem, kontinuierlichem Einsatz aller Mitglieder und tatkräftiger Unterstützung unserer Vereinsgemeinschaft ist das erreichte musikalische Spitzenniveau auf Dauer zu halten.“

(M. S.)
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