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Monschau: Neubau für Monschauer Maria-Hilf-Stift

Monschau : Neubau für Monschauer Maria-Hilf-Stift

80 Heimplätze, etwa 40 Plätze für Demenz-Kranken und betreutes Wohnen für 13 bis 25 Menschen. Das Altenheim Maria-Hilf-Stift soll zu einem modernen Senioren-Zentrum ausgebaut werden.

Dazu plant das Kuratorium auch den Neubau eines Hauses mit 80 Heimplätzen.

Über die Pläne für das Maria-Hilf-Stift berichtete Verwaltungsleiter Frank Schade. Der Anlass: Das Jahrbuch 2004 wurde in der Schlosskapelle des Stiftes vorgestellt.

Das Titelbild des Buches zeigt eine Ansicht auf die Burg und das ehemalige Hospital aus der Zeit um 1910. Zum Beitrag über das Titelbild gehört eine Ansichtskarte ebenfalls aus dem Jahr 1910 mit Blick auf Burg und Hospital von der Sonntagsley aus. Dazu zum Vergleich von Foto aus diesem Jahr. Der Vergleich beider Ansichten macht die gravierenden Eingriffe in die Bausubstanz und die Landschaft deutlich.

Zu den Gesprächsthemen in Monschau gehören die Pläne, das Altenheim zu erweitern und auszubauen. Frank Schade berichtete während der Buch-Vorstellung über den aktuellen Stand der Dinge: Das Maria-Hilf-Stift, vor gut 30 Jahren eingerichtet, genügt nicht mehr den Ansprüchen. Das Haus bietet derzeit 86 Menschen Platz, darunter etwa 30 Pflegebedürftigen.

Die Räume sind aber nicht auf die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen ausgerichtet (etwa zu schmale, nicht Rollstuhl gerechte Türen, ungeeignete Duschen. Die Ansprüche vor allem auch den Angehörigen haben sich geändert, Doppelzimmer sind kaum noch zu belegen, gefragt sind fast ausschließlich nur noch Einzel-Zimmer.

Eingriff in das Stadtbild

Das Maria-Hilf-Stift muss also ein Raumangebot schaffen, dass den Ansprüchen genügt, dass aber auch dafür sorgt, dass das Maria-Hilf-Stift konkurrenzfähig bleibt oder wieder wird, sagte Frank Schade mit Blick auf die modernen Angebote in Simmerath, Kalterherberg und Roetgen.

Verwaltungsleiter Schade berichtete über die großen Probleme, in Monschau modern zu bauen. Die erste geplante Lösung ist baurechtlich verworfen werden, der Eingriff in das Stadtbild sei zu groß gewesen.

Gebaut werden soll auf dem Gelände des Kindergartens, der abgerissen und dann durch einen Neubau in den Neubau des Senioren-Zentrums integriert wird. Der Neubau des Zentrums (80 Plätze) reicht ans Untergeschoss des vor mehr als 30 Jahren errichteten Anbaus heran. Die Verbindung soll über eine Brücke erreicht werden. Über einen Aufzug können die Heimbewohner die Altstadt erreichen.

Zum Bauprojekt gehört auch die Sicherung des Hangs zwischen dem derzeitigen Heim und der Kirchstraße. Allein diese Sicherung kostet, so Frank Schade, nach ersten Berechnungen rund 800.000 Euro. Auch vor diesem Hintergrund sei über einen anderen Standort für das Senioren-Zentrum nachgedacht worden. Die Sorge des Kuratoriums: Für die derzeitigen Gebäude des AltenheimesÊ wird wohl kein Betreiber zu finden sein, daher sei die Idee, einen neuen Standort zu wählen, bald verworfen worden.

Der alte Bereich des heutigen Stiftes werde umgebaut in eine Anlage für betreutes Wohnen (möglich sind 13 bis 25 Plätze). Zum neuen Konzept gehören auch 40 Pflegeplätze für altersverwirrte Menschen. Wie aber kann ein Neubau gestaltet werden, so dass das Bild der Altstadt nur gering (verträglich) belastet wird? Dazu hat das Stift zwei Architekten gebeten, Pläne zu entwickeln, die Entwürfe werden in Kürze vorgelegt, berichtete Frank Schade.