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Monschau: „Navis” führen Lkw in die Falle

Monschau : „Navis” führen Lkw in die Falle

Um mehrere Altstadt-Themen ging es am Dienstag in der ersten Sitzung des neu gewählten Ausschusses für Stadtentwicklung, Dorfentwicklung und Verkehr im Rat der Stadt Monschau.

So beschloss der Ausschuss, das für zunächst ein Jahr getestete Bewohnerparken im Kernbereich der Altstadt beizubehalten. „Es hat sich bewährt”, stellten die Sprecher aller Fraktionen fest. Seit der Einführung des Bewohnerparkens, dass im Oktober 2003 in Abstimmung mit dem Kreis Aachen eingerichtet wurde, wurden insgesamt 38 Bewohner-Ausweise für die 32 Stellplätze in der Altstadt ausgestellt. „Dies befreit die Altstadtbewohner von zwei Lasten: Sie zahlen keine Zusatzgebühren, wenn sie vor ihrem Haus parken, und sie laufen nicht Gefahr, die Höchstparkdauer in der Altstadt zu überschreiten”, so Ortsvorsteher Alexander Lenders.

Beibehalten werden sollen auch die Regelungen, dass nur ein Ausweis pro Haushalt ausgestellt wird und das der Kreis der Berechtigten auf die Bewohner im Altstadtkern beschränkt wird. Weder Gewerbetreibende, die ein Geschäft in der Altstadt haben, jedoch nicht dort wohnen, noch die nicht direkt im kern wohnenden Altstädter werden in den Genuss eines Bewohnerparkausweises kommen.

Kaum Parkplätze

Allerdings räumte Ortsvorsteher Lenders ein, dass die Anwohner der oberen Laufenstraße häufig kaum einen freien Parkplatz vor ihrer Türe fänden. „An Werktagen sind die Parkplätze durch Behördenhaus, Carat-Hotel und Ärzte belegt, an Wochenenden durch Gäste. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen”, so Lenders.

Gedanken machen soll sich auch die Verkehrsbehörde beim Kreis Aachen, ob eine zeitliche Befristung für die maximale Abstelldauer beim Bewohnerparken möglich ist und wie diese zu kontrollieren ist.

Immer häufiger geraten Pkw und vor allem schwerere Gefährte beim Weg nach oder um Monschau von Höfen aus in die sehr enge Straße Am Grindel/Kierberg, die überhaupt nicht für größere Fahrzeuge geeignet ist. „Es ist wohl ein Problem einiger Navigationssysteme, die den Fahrern diesen Weg anbieten”, wusste Alexanders Lenders.

So war im Mai ein schweres Lkw-Gespann auf dem Kierberg in die Bredouille geraten und hatte sich erst nach Räumen seiner Ladung aus der misslichen Lage befreien können. Inzwischen warnt ein nichtamtliches Verkehrszeichen speziell Bus- und Brummifahrer vor der Einfahrt in dieses Nadelöhr: „Gefährliche Wegstrecke! Für Lkws und Busse ab 500 Meter ungeeignet/nicht befahrbar. Keine Wendemöglichkeit!” ist da zu lesen. Die Verkehrsbehörde beim Kreis Aachen wird das Thema demnächst erörtern und dann das nicht-amtliche Schild möglicherweise durch ein amtliches ersetzen.

Vier Baustellen verkauft

In vollem Gange sind die Kanal- und Straßenbauarbeiten für das Neubaugebiet Auf der Haag. Den Auftrag für den 1. Bauabschnitt (bis zum geplanten Kreisel) mit einem Volumen von 820.000 Euro hat eine Simmerather Bauunternehmung erhalten. Der Straßenausbau in Richtung Hauptschule wurde auf Beschluss der S-Immobiliengesellschaft zunächst zurückgestellt, erläuterte Reinhold Thönnessen nun dem Stadtentwicklungsausschuss. Das weitere Vorgehen sei erst geplant, „wenn durch Grundstücksverkäufe ein spürbarer Ausgleich der Investitionskosten erfolgt sei”, so Thönnessen.

Bislang seien aber erst vier städtische Grundstücke dort veräußert. Brigitte Olschewski (SPD) bewertete es als „äußerst problematisch”, wenn in der Bauphase noch kein Ringverkehr möglich sei, da dann neben dem ohnehin vorhandenen Anwohner und Schulbusverkehr auch der gesamte Baustellenverkehr über die schmale Walter-Scheibler-Straße abgewickelt werden müsse.