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Zerkall: Naturpark Nordeifel bei Wettbewerb erfolgreich

Zerkall : Naturpark Nordeifel bei Wettbewerb erfolgreich

Wenn NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg die Eifel besucht, kommt er selten mit leeren Händen. Diesmal hatte er rund 1,3 Millionen Euro im Gepäck. Der Naturpark Nordeifel hatte im vergangenen Jahr mit regionalen Partnern den Beitrag „Natur für Alle in Natura 2000-Gebieten der Eifel” beim Wettbewerb „Erlebnis.Nrw - Die besten Ideen für Tourismus und Naturerlebnisse in NRW” eingereicht.

Das Projekt wurde von einer Jury als einer der besten Wettbewerbsbeiträge zur Förderung ausgewählt. Ziel sind vielfältige Naturerlebnisse für Alle sowie weitere Angebote für Menschen mit Behinderung und ältere Menschen. Bis Ende 2010 können in acht Natura 2000-Gebieten Maßnahmen in einem Umfang von 1,275 Millionen umgesetzt werden. Die EU und das Land NRW fördern davon 80 Prozent, rund eine Million Euro.

Am Nationalpark-Infopunkt Zerkall kamen zum Auftakt des Förderprojekts stellten alle Beteiligten die einzelnen Maßnahmen vor. „Sie sahnen alles ab, was es in NRW an Wettbewerben zu gewinnen gibt”, stellte der Umweltminister fest. Er freute sich, dass das europäische Naturerbe in besonderer Weise und vor allem für Jedermann erlebbar werde. Außerdem verwies er auf die Wichtigkeit des Projektes für den ländlichen Raum - die Zukunfsfähigkeit werde gestärkt.

Der Vorsitzende des Nationalparks, Günter Schuhmacher, und Nationalparkgeschäftsführer Jan Lembach hoben die „konstruktive und innovative” Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes hervor. Barrierefreiheit sei in der Eifel kein Randthema mehr, sondern habe sich in der touristischen Arbeit etabliert.

Die „Natura 2000-Gebiete” sind Naturschutzgebiete von europäischem Rang, von denen in der ländlichen Region der Eifel zahlreiche ausgewiesen sind. In acht Schutzgebieten werden Ansätze der Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung, ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern entwickelt. Parallel dazu werden konkrete Maßnahmen zum Naturschutz und zur Besucherlenkung umgesetzt. Das soll zu einer deutlichen Verbesserung des Arten- und Biotopschutzes führen.

Der Kreis Düren setzt im Rahmen des Projektes Maßnahmen in den Naturschutzgebieten „Ruraue von Heimbach bis Obermaubach”, „Drover Heide” um im Moorgebiet Todtenbruch im „Wehebachtäler und Leyberg” bei Raffelsbrand um. Dazu gehören die Nivellierung von Wegen, das Aufbringen einer neuen wassergebundenen Decke sowie die partielle Anlage von Bohlenstegen in der Drover Heide und im Todtenbruch.

Im Todtenbruch soll außerdem ein Leitsystem Teilbereiche des Bodenlehrpfades für Sehbehinderte erschließen. Eine leicht erhöhte Aussichtsplattform in der Drover Heide, ein fest installiertes Fernrohr in der Ruraue sowie mobile, tastbare Modelle für Exkursionen im Todtenbruch sollen neue „Einblicke” in die Natur eröffnen. Der Verschluss von Entwässerungsgräben und die Anlage weiterer Staupunkte verbessern den Wasserhaushalt des Moores und sollen zur Renaturierung beitragen. Die Investitionen werden bei 283.500 Euro liegen.