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Nordeifel: Natur als Basis im Tourismus

Nordeifel : Natur als Basis im Tourismus

„Mit dem neuen Nationalpark hat die Eifel die einmalige Chance, sich national und international noch besser als qualitativ hochwertige Natur- und Kulturregion zu positionieren.” Meint zumindest Harald Schartau.

Der NRW-Minister für für Wirtschaft und Arbeit, sicherte gestern auf der Eifel-Konferenz in der Kulturfabrik „Zikkurat” in Mechernich zu, die Landesregierung werde die Eifel unterstützen, ihr touristisches Profil zu schärfen und innovative, moderne Angebote zu präsentieren.

Die Eifel-Region, so Minister Schartau, nehme in der Tourismuspolitik des Landes einen „herausragenden Stellenwert” ein, allein in den letztren fünf Jahren habe das Land über 7 Millionen Euro zu touristischen Projekten in der Eifel beigesteuert.

Minister Schartau stellte zugleich den „touristischen Masterplan” vor. Dieser Plan soll „alle Akteure der Region auf eine gemeinsame Linie einschwören”, er sei mit 20 Empfehlungen und Projektvorschlägen die Grundlage, auf der vor Ort konkrete Maßnahmen umgesetzt werden können.

660.000 Euro vom Land

Zu diesen Maßnahmen gehören gehören auch die Nationalpark-Tore (Service- und Info-Centren) in Rurberg und Gemünd, die das Land NRW mit knapp 660.000 Euro fördert, betonte Schartau. Er nannte ein weiteres Ziel des Masterplan: Die Eifel muss als Marke etabliert werden: Was hat der Nationalpark besonders zu bieten? Wo kann ich was unternehmen.

Die Eifel-Konferenz gestern hatte ein weiteres Schwerpunkt-Thema: die länderübergreifende Zusammenarbeit und die gemeinsame Vermarktung der gemeinsamen Eifel ohne Rücksicht auf die Ländergrenzen.

Erfolgreich und effektiv

Hans-Artur Bauckhage, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz machte in seiner Rede deutlich, wie erfolgreich und effektiv die Zusammenarbeit der beiden Länder im Tourismus ist: Der Zusammenschluss der beiden Regional-Agenturen Eifel Tourismus und er Eifel-Touristik Agentur NRW zur Eifel Tourismus GmbH Anfang 2003 war ein „großer Schritt für die strategische Vermarktung” der Eifel, die seitdem einen zentralen Anlaufpunkt hat für die Gäste wie auch für alle Akteure der Tourismusbranche in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz.

Touristische Zugpferde

Durch den gezielten Ausbau von Alleinstellungsmerkmalen und Kernkompetenzen könnten, davon ist Minister Bauckhage überzeugt, Stammkunden gehalten und Neukunden gewonnen werden. Mit ihren touristischen Zugpferden wie der Rennstrecke Nürburgring und Nationalpark ergänzen sich die Teilregionen.

Zum schlagkräftigen Konzept für die Eifel gehöre, so der Minister weiter, eine Dachmarke „Eifel”, unter der Produkte wie Fleisch, Brot Obst, Holz und auch Möbel vermarktet werden können.

Die Dachmarke Eifel, so Minister Bauckhage, soll „die Identifikation der Bewohner mit der Eifel bewirken und das Bewusstsein der Verbraucher und der Gäste für die regionalen Produkte und Dienstleistungen der Eifel wecken”.

Darin waren die Minister sich ebenfalls einig: Die Geschäftsgrundlage im Tourismus der Eifel ist die Natur. Im Bereich der Ferien-Region Eifel haben rund 3000 Betriebe zusammen etwa 38.000 Betten eingerichtet.

200 Teilnehmer

Zur Eifel-Konferenz hatten sich rund 200 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Tourismus versammelt, um gemeinsam Bilanz zu ziehen und den Kurs für die Zukunft festzulegen. Vorgestellt wurde auf der Konferenz eine neue „Touristische Karte” mit touristischen Routen in Eifel und Ardennen. Weitere Beiträge folgen.