Nationalparkverwaltung wirbt für rücksichtsvolles Motorradfahren

Lärmanzeige für mehr Ruhe : Nationalparkverwaltung wirbt für rücksichtsvolles Motorradfahren

Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen locken, besonders an den Wochenenden, viele Motorradfahrer in die reizvolle Landschaft des Nationalparks.

Während der Großteil der Fahrer mit regulären Auspuffanlagen, zulässiger Geschwindigkeit und angemessener Fahrweise in den kurvenreichen Straßenverläufen unterwegs ist, werden einzelne Biker als Lärmbelästigung empfunden. Zur Beruhigung im „ökologischen Herzen“ des Nationalparks soll ab sofort eine neue Lärmanzeige beitragen, die die Nationalparkverwaltung Eifel an der Kermeterhochstraße (Landesstraße 15) in Höhe des Rastplatz Kermeter installiert hat.

Die Anzeige gibt vorbeifahrenden Motorradfahrern eine unmittelbare Rückmeldung, ob sie zu laut unterwegs sind. Überschreitet ein heranfahrendes Zweirad einen definierten Schwellenwert, blinkt in roter Schrift der Hinweis „Leiser“ auf – wer ordnungsgemäß unterwegs ist, freut sich über ein grün blinkendes „Danke“. Auf diese Weise redet die Einrichtung Motorradfahrern ins Gewissen, sich im Nationalpark Eifel rücksichtsvoll zu verhalten.

Die Nationalpark-Gemeinde Simmerath hatte 2015 die Initiative „Gemeinsam gegen Motorradlärm“ gestartet, um diesem Problem zu begegnen. Bei einem überregionalen Symposium wurden Problematik und Lösungen erörtert und ein Forderungskatalog erarbeitet. Mit Unterstützung des Fördervereins Nationalpark Eifel hatten die Nationalparkverwaltung Eifel und die Nationalpark-Stadt Heimbach während der Motorradsaison 2018 an vier Stellen im und am Schutzgebiet Lärmmessungen vorgenommen. Auf Grundlage dieser Messungen wurde unter anderem entschieden, Lärmanzeigen an der Landesstraße 15 zu installieren.

Vor einem Jahr hatte bereits die Gemeinde Simmerath, finanziert durch den Förderverein Nationalpark Eifel, eine erste Lärmanzeige in der Nähe des Nationalparkortes Einruhr errichtet und in Betrieb genommen. Erfahrungen von diesem und weiteren Standorten in Süddeutschland deuten darauf hin, dass es damit weniger Lärm gibt. Deshalb ist die Nationalparkverwaltung Eifel optimistisch, dass diese Einrichtung in unmittelbarer Nähe zum barrierefreien Naturerlebnisraum „Wilder Kermeter“ zur Beruhigung des beliebten Besucherschwerpunkts beiträgt.

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