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Tourismus: Nationalparkregion Eifel ist Teil einer 20-jährigen Geschichte für nachhaltige Mobilität

Tourismus : Nationalparkregion Eifel ist Teil einer 20-jährigen Geschichte für nachhaltige Mobilität

Das Kooperationsprojekt „Fahrtziel Natur“ feiert 20-jähriges Bestehen in Potsdam. Eins der 24 Gebiete bundesweit ist der Nationalpark Eifel.

Nachhaltiger Naturtourismus und umweltfreundliche Mobilität in deutschsprachigen Großschutzgebieten – das steht hinter „Fahrtziel Natur“. Die Kooperation der Deutschen Bahn mit den drei großen Umweltverbänden BUND, Nabu und VCD setzt sich seit 2001 dafür ein, wobei eine kostenlose Mobilität für Besuchende in Form einer Gäste-Card ein wichtiges Instrument ist.

Kürzlich feierte Fahrtziel Natur im Kaiserbahnhof Potsdam seinen 20. „Geburtstag“. 24 „Fahrtziel Natur“-Gebiete gibt es in Deutschland, der Schweiz und Österreich und eines davon ist der Nationalpark Eifel. Die Kooperation ist mit ihrem Engagement bundesweites Vorbild, damit Touristen vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Damit will „Fahrtziel Natur“ einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Beruhigung der Schutzgebiete leisten.

Der Nationalpark Eifel ist seit 2005 Mitglied in der bundesweiten Kooperation und setzt sich gemeinsam mit seinen Partnern für eine attraktivere Mobilität vor Ort ein. Erste Meilensteine waren die Einführung eines ganzjährig verkehrenden Nationalpark-Shuttles (SB 81) zwischen dem Bahnhof Kall und Vogelsang. Der Internationale Platz Vogelsang mitten im Nationalpark Eifel ist nicht nur ein hervorragender Ausgangspunkt, um das Schutzgebiet zu erkunden, sondern hier befindet sich auch das Nationalpark-Zentrum Eifel mit seiner großen Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“.

Das andere Herzstück von Nordrhein-Westfalens Nationalpark, der Höhenzug Kermeter, wird seit diesem Jahr noch besser mit Bussen erschlossen: So wird jetzt zusätzlich der Kermeter-Shuttle (Linie 814) zwischen Gemünd über den Kermeter bis zur Urftstaumauer eingesetzt und die wichtige Freizeitlinie 231 zwischen Gemünd und Heimbach mit Einbindung der beliebten Anlaufpunkte Wilder Kermeter, Kloster Mariawald sowie zusätzlicher Wanderparkplätze ist intensiver getaktet.

Mittlerweile haben 16 „Fahrtziel Natur“-Gebiete die kostenlose Mobilität auf Gästekarte eingeführt, Tendenz steigend. In der Nationalparkregion Eifel gibt es die durch die Tourismusorganisationen Nordeifel-Tourismus GmbH, Rureifel-Tourismus e.V. und Monschauer-Land-Touristik e.V. eingeführte „GästeCard Erlebnisregion Nationalpark Eifel“. Gäste, die in teilnehmenden Betrieben übernachten, oder die die Mehrtagesarrangements der drei Tourismusorganisationen buchen, erhalten ihre Gäste-Card und können damit schon bei An- und Abreise kostenfrei Busse und Bahnen im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und im Aachener Verkehrsverbund (AVV) nutzen.

Natur genießen statt im Stau zu stehen oder Parkplätze zu suchen – das sind für viele Gäste Argumente, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Obendrein gibt es Ermäßigungen auf den Eintritt in zahlreichen Ausflugszielen.

(red)