Nach Tornado in Roetgen: Jugendfeuerwehr hilft beim Aufräumen

Vorbildliche Hilfsaktion : Fleißig aufgeräumt im Roetgener Tornadogebiet

Mit einer vorbildlichen Aktion haben jetzt die Jugendfeuerwehren aus Simmerath, Lammersdorf und Roetgen/Rott auf sich aufmerksam gemacht. 30 Kinder und zwölf Betreuer aus Reihen des Feuerwehrnachwuchses halfen beim Aufräumen im Roetgener Tornadogebiet, wo immer noch sehr viel zu tun ist.

Initiiert wurde die Aktion von der Jugendfeuerwehr Roetgen. „Es liegt uns sehr am Herzen, in dieser besonderen Lage zu helfen, und wir wollen damit den Betroffenen zeigen, dass auch die Jugendfeuerwehr einen Beitrag dazu leistet, den Opfern in ihrer schwierigen Situation zu helfen“, sagt Gemeindejugendfeuerwehrwart Miguel Garcia Ruiz. „Bereits im Vorfeld wurden über Soziale Medien und über die Presse Aufrufe zur Mithilfe gestartet. Betroffene konnten sich direkt bei uns melden. Die Resonanz war riesig, und wir haben aus der Bevölkerung viel Zuspruch erhalten.“

Die über 40 Freiwilligen trafen sich dann am Gerätehaus in Roetgen und fuhren gemeinsam ins Tornadogebiet an der Hauptstraße. Dort wurden die Helfer nach einer kurzen Einführung in verschiedene Gruppen unterteilt und erhielten ihre Aufgabengebiete. Diese waren eine große Kuhweide sowie einige Gärten von Anwohnern, auf denen auch genau einen Monat nach dem verheerenden Wirbelsturm immer noch Trümmer, Dämmmaterial, Äste und Glas zu finden sind.

Die Jugendfeuerwehren aus Simmerath, Lammersdorf und Roetgen/Rott trafen sich jetzt zu einer gemeinsamen Hilfsaktion im Roetgener Tornadogebiet, wo immer noch sehr viel zu tun ist. Foto: Heiner Schepp

Vom Fleiß der Nachwuchsfeuerwehr angesteckt, halfen auch Kinder aus der Nachbarschaft von Hauptstraße, Kuhberg und Rotter Gasse beim Aufräumen, so dass man gemeinsam noch mehr schaffte. Rund zwei Stunden dauerte die Aufräumaktion, die bei der Bevölkerung sehr gut ankam. „Wir haben einen halben Container voll Müll gesammelt“, zog Garcia Ruiz anschließend Bilanz. Zur Belohnung und als Abschluss der Gemeinschaftsaktion gab es im Gerätehaus noch für alle eine gemeinsame warme Mahlzeit.

„Es war eine tolle Hilfsaktion. Ein besonderer Dank gilt den Jugendfeuerwehren aus Lammersdorf und Simmerath, die nach dem Aufruf spontan ihre Hilfe anboten und uns unterstützt haben. Daran sieht man, dass die Jugendarbeit in der Feuerwehr wichtig ist und auch über die Gemeindegrenzen hinweg verbindet. Der Dank gilt auch dem Förderverein der Feuerwehr Roetgen für das Essen sowie dem Heimat- und Geschichtsverein Roetgen für seine Unterstützung“, so Garcia Ruiz. Die Hilfsaktion habe allen Beteiligten sehr viel Freude bereitet, und die Kinder seien zu Recht sehr stolz, dass sie dort helfen konnten, wo Hilfe benötigt wurde.

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