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St. Michael-Gymnasium : Nach dem Abi einen Platz in der Welt finden

St. Michael-Gymnasium : Nach dem Abi einen Platz in der Welt finden

Insgesamt 70 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 am St.-Michael-Gymnasium in Monschau haben durch eine erfolgreich abgelegte Abiturprüfung das „Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife“ erworben.

Während draußen tropische Temperaturen herrschten, bot die Sporthalle Haag einen klimatisch angenehmeren, festlichen Rahmen für die diesjährige Entlassfeier der Monschauer Abiturientia.

Nach der Begrüßung durch Charlotte Boukes und einem geistlichen Impuls durch Georg Nilles und Jens-Peter Bentzin als Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche gratulierte Bernd Goffart als Vertreter des Schulverbandes Nordeifel auch im Namen seiner Bürgermeisterkollegen den erfolgreichen Reifeprüflingen. Kinder sollten ihren Weg bewusst gehen, nicht gleich aufgeben, auch einmal nach links und rechts schauen, empfahl Goffart, „denn Umwege erhöhen die Ortskenntnis!“ Es sei aber auch wichtig, zu erkennen, wenn ein Weg falsch war, „und dann solltet ihr mutig neue Wege einschlagen“, riet Bernd Goffart.

Andreas Rumpe gratulierte als Vorsitzender der Elternpflegschaft der Abiturientia und wünschte sich, „dass die Schülerinnen und Schüler nun in die Welt gehen, aber sich immer an ihre Heimat erinnern und vielleicht irgendwann wiederkommen.“

Die Stufensprecher Joana Bock, Sebastian Jansen und Manuel Kreutz dankten allen im Umfeld der Schule, die sie auf dem langen Weg zum heutigen Tag begleitet hätten, während die Beratungslehrer Marcus Schaps und Ralf Syrig das Motto der Abiturientia („Abiletten – 12 Jahre durchgelatscht“) mit einer Pilgerreise verglichen, auf der es unter Corona viele Durststrecken gegeben habe, am Ende aber auch einige Sprints ans Ziel.

Ehe es an die von persönlicher Musik begleitete Ausgabe der Abiturzeugnisse ging, verlas die stellvertretende Schulleiterin Alexandra Stein ein Grußwort des erkrankten Schulleiters Bernd Gotzen an die scheidenden Schülerinnen und Schüler und schloss sich seinen guten Wünschen an. Stein hob hervor, das Schöne und Besondere an ihrem Beruf sei, die Entwicklung der Schüler von kleinen Fünftklässlern bis hin zu jungen Erwachsenen beobachten und begleiten zu dürfen. Stein sprach den Eltern Mut zu, falls das Kind noch nicht wirklich erwachsen sei: „Das kommt noch. Die Zeit des Lernens ist noch nicht vorbei“, sagte die Konrektorin. Sie wünschte den Abiturienten, dass sie nun ihren Platz in der Welt finden mögen.

 Nach zwei Jahren mit stark reglementierten Abschlussfeiern durften Schulleitung und Stufenlehrer den frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten diesmal wieder ganz persönlich und mit Händedruck gratulieren.
Nach zwei Jahren mit stark reglementierten Abschlussfeiern durften Schulleitung und Stufenlehrer den frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten diesmal wieder ganz persönlich und mit Händedruck gratulieren. Foto: MHA/Heiner Schepp

Bei der Zeugnisausgabe galt ein besonderer Beifall Ronya Woisch und Richard Schuppener, die die Prüfungen mit der Durchschnittsnote 1,0 abgelegt haben. Manuel Kreutz, Maike Johnen und Sebastian Jansen bereicherten die Feier mit hervorragenden musikalischen Beiträgen. Nach dem Sektempfang auf dem Schulhof wurde beim Kommers in der Vereinshalle Kalterherberg bis zum frühen Morgen weitergefeiert.

(hes)