Kesternich/Rurberg: Musikverein Diana begeistert mit vielseitigem Programm

Kesternich/Rurberg: Musikverein Diana begeistert mit vielseitigem Programm

Der Musikverein Diana Kesternich hatte am Samstag zum Frühjahrskonzert in den Antoniushof eingeladen. Nachdem der Saal sich gut mit Besuchern gefüllt hatte, eröffneten die Musiker den Abend mit dem Dixieland „Flash Lights“ von Lex Abel.

Der Vorsitzende Klaus Schmitz begrüßte die Gäste und gab das Mikrofon an den Dirigenten Antoon Sikkes, der in humorvoller Weise durch das weitere Programm führte. Mit Pachelbels Canon erklang ein klassisches Stück und auch das anschließende „Leader of The Class“ von Ed Huckeby zeigte, dass die Musiker diese Art von Musik beherrschen.

„Mit „Mary You“ von Bruno Mars kommen wir in die moderne Musik, die wir gerne spielen und auch dem Geschmack der jüngeren Musiker entgegen kommen,“ sagte der Dirigent. „Die Post im Walde“ ist dagegen ein sehr altes Stück und schon lange im Repertoire der Diana. Christian Schmitz glänzte hierbei mit einem gekonnten Trompetensolo und das Publikum belohnte dies mit herzlichem Applaus.

Antoon Sikkes erklärte, dass der Ursprung der Harmonie Orchester in der Marschmusik liege und die Kesternicher Musiker auch dieses Metier pflegen und beherrschen. Nach dem Marsch „In Harmonie vereint“ von Siegfried Rundel konnten Musiker und Gäste sich in der Pause am Imbiss und an der Theke stärken. Dort hörte man dann schon viele Komplimente, die besagten, dass der Verein hörbar und sichtbar im letzten Jahr große Fortschritte gemacht habe.

Nach der Pause ging es spanisch-feurig weiter mit „Pepe“, einem Paso doble. Dabei kam Andreas Peters, der erst kürzlich dem Orchester beigetreten ist, an den Kastagnetten zum effektvollen Einsatz.

Das jüngste Register

Vor dem nächsten Stück stellte Antoon Sikkes das jüngste Register vor. Mit Alina Breidenich, Sabrina Stollenwerk, Helen Sündermann und Theresa Hüpgen an den Alt-Saxofonen hat der Verein ein Register, mit dem man „stüüten“ (angeben) kann. „Und dann haben wir noch einen Gregor (Keischgens), unseren ältesten aktiver Musiker.“ Die jungen Mädchen bewiesen mit „Saxofon Jubilee“, einem Swing von Harm Evers, dass sie ihre Instrumente perfekt beherrschen, und erhielten die Bestätigung dafür vom Publikum in Form von anhaltendem Applaus.

Mit dem Medlay „James Last Golden Hits“ trafen die Musiker den Geschmack des Publikums, welches eifrig mitklatschte. Auch der anschließende „Boogie Forever“ ließ manchen Fuß ins Wippen geraten.

„Mit dem nächsten Stück gehen wir wieder auf eine ganz andere Schiene der Blasmusik“, erklärte der Dirigent und kündigte die Egerländer-Polka „Böhmischer Traum“ von Norbert Gälle an. Auch dabei konnte man merken, dass die fröhliche Stimmung auf der Bühne ins Publikum schwappte.

Nach dem abschließenden Marsch „San Carlo“ von Oscar Tschour verlangte das Publikum nach einer Zugabe. Klaus Schmitz bedankte sich beim Publikum und ganz besonders beim Dirigenten Antoon Sikkes mit einem Blumenstrauß. Der nahm ihn strahlend entgegen und lud das Publikum ein, bei der Zugabe kräftig mitzusingen.

Antoon Sikkes selbst bewies bei dem nun erklingenden „Dem Land Tirol die Treue“, dass er über eine gute kräftige Singstimme verfügt. Das Publikum stimmte gerne mit ein. Die Diana-Musiker haben an diesem Abend gezeigt, was in ihnen steckt. Die Gäste zeigten sich begeistert, „man merkte euch an, dass euch das Musizieren Freude bereitet und diese Freude kam beim Publikum an.“ So oder ähnlich äußerten sich viele Zuhörer und die Musiker konnten das nur bestätigen.

(breu)