Simmerath: Musik und Wort erklingen in Harmonie

Simmerath: Musik und Wort erklingen in Harmonie

Simmeraths Aushängeschild in klassischer Musik ist der Kammermusikkreis, der sich immer wieder neuen Herausforderungen stellt. Auf das Christkönigsfest am Sonntag legte man den Auftakt einer neuen Konzertreihe unter dem Begriff „Musik & Wort.”

In die Pfarrkirche Simmerath, die zu etwa zwei Dritteln gefüllt war, hatte sich das Orchester zur Verstärkung vier Solisten eingeladen, als Rezitator gab Dr. Heribert Felten, gemeinsam mit Dirigent Friedhelm Schütz Ideengeber der neuen Reihe, der Veranstaltung eine literarische Note.

Mit der Programmfolge des gut 60-minütigen Konzertes hatten sich die Mitwirkenden einen hohen Anspruch gestellt, doch der musikalische Leiter weiß, was er seinen Musikkollegen aufbürden kann: „Wir haben ja auch gute Leute”, meinte Schütz selbstbewusst. Dem Konzert vorausgegangen war ein Probenwochenende in Monschau, wo das musikalische Programm im Detail verfeinert wurde.

„Wir hoffen, dass wir mit diesem Konzert etwas von der Botschaft des Christkönigsfestes vermitteln können”, meinte Bernhard Rietfort, der Vorsitzende des Kammermusikkreises zur Einstimmung, ehe dann das Orchester mit Mozarts Kirchensonate in D-Dur einen fast heiteren Auftakt darbot. Mit beschwingter Leichtigkeit kam des Meisters musikalische Dramaturgie durch das gute aufgelegte Orchester zur Geltung.

Für den ersten Höhepunkt des Programms sorgte dann Sopranistin Christine Albert, die mit Auftritten unter Daniel Barenboim und Sir Simon Rattle bereits einige hervorragende Reverenzen vorweisen kann. Begleitet von Daniel Elias/Cello) und Friedhelm Schütz (Violine) überstrahlte die Meisterschülerin der Musikhochschule Köln bei Händels munterer Arie „Meine Seele hört im Sehen” mit ihrer ausdrucksstarken Stimme den Kirchenraum.

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