Einruhr: Mountainbikerennen am Rursee: Rekord mit über 800 Teilnehmern

Einruhr : Mountainbikerennen am Rursee: Rekord mit über 800 Teilnehmern

Auch wenn sich der Himmel anfangs bedeckt zeigte, herrschte am Sonntag Volksfeststimmung im beschaulichen Einruhr. Verantwortlich hierfür waren ausnahmsweise nicht die sonst üblichen Touristenströme, sondern einige Hundert Mountainbiker, die aus der ganzen Republik angereist waren.

Im sogenannten Dorf am See wurde nun schon zum neunten Mal das Mountainbike-Rennen am Rursee ausgetragen.

Das inzwischen weit über die Region bekannte Rennen, das vom SV Einruhr/Erkensruhr wieder hervorragend organisiert war, hatte die Radsportbegeisterten wieder in Massen angelockt. Das Hauptkontingent der Sportler stammte aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Gestartet wurde in vier verschieden langen Distanzen: von der Funstrecke über 25 Kilometer (74 Teilnehmer), über die Kurzdistanz mit 40 Kilometern (265 Teilnehmer) bis hin zum Halbmarathon über 70 Kilometer (229 Teilnehmer) und schließlich der Königsdisziplin, dem Marathon, über 100 Kilometer (73 Teilnehmer). Beim Marathon waren stolze 2500 Höhenmeter zu überwinden.

Der enorme Organisationsaufwand der Veranstalter im Vorfeld hatte sich bezahlt gemacht. „Das ist hier alles bestens organisiert“, hielt beispielsweise Andreas Schröder aus Königswinter fest, dem sich ein radelnder Feuerwehrmann aus Berlin unisono anschloss. Auch an solchen Kommentaren merkte man, dass sich in der MTB-Szene im Laufe der Jahre die Qualität des Rennens herumgesprochen hat, das durch eine wunderschöne Landschaft geht.

Wieder war viel MTB-Prominenz am Start, wie beispielsweise der Weltklasse-Mountainbiker und Marathon-Spezialist Sören Nissen sowie Robert Mennen aus der Region. Auch Mitglieder des Orgateams traten selbst in die Pedale, wozu René Ritzerfeld festhielt: „Beni Helzle ist wie immer heiß auf sein Highlight der Saison.“

Moderiert wurde die Veranstaltung von Felix Arens. Der belgische Kenner des Radsports versorgte Zuschauer und Athleten im Startbereich den ganzen Tag über mit Infos zum Rennen und führte aufschlussreiche Kurzinterviews.

Die Marathon-Route führte auch entlang der Rur. Von Einruhr ging es über Dedenborn, Eicherscheid, Grünental und Menzerath hinauf nach Rohren. Bedingt durch die Schließung des Rohrener Sklihangs gab es in diesem Jahr hier eine Streckenänderung, um vom Rurtal zur Verpflegungsstelle in Rohren (Kirchrott) zu gelangen.

Beim Jedermann-Rennen ging es für die Fahrer bis zur ersten Streckenteilung am Abzweig vor Eicherscheid in Richtung Rurbrücke weiter und von dort über die Halbmarathonstrecke über Dedenborn zurück nach Einruhr.

Feuerwehr-Meisterschaft

Neben den anderen Rennen fand am Sonntag parallel die 8. Deutsche Feuerwehr-MTB-Meisterschaft statt. 150 Wehrleute, unter denen die Berliner Feuerwehr mit sieben Teilnehmern das größte Team stellte, waren aus ganz Deutschland angereist, um den Halbmarathon über 70 Kilometer und die Kurzstrecke über 40 Kilometer zu absolvieren. Dementsprechend prägten rund um die Einruhrer Radsportarena jede Menge Feuerwehrfahrzeuge das Bild. „Eine wunderschöne Strecke, tolle Organisation, prima Stimmung. Wir sind begeistert“, so verabschiedeten sich viele Sportler.

Nachdem bereits kurz nach dem Start des Marathons die Sonne durchgebrochen war, erreichten die ersten Sportler bei angenehmen Temperaturen wieder das Ziel in Einruhr. Unter dem Beifall vieler Zuschauer ging es dort am Ende über eine Rampe und dann im Schlussspurt durchs Ziel, bevor es bei den späteren Siegerehrungen Sachpreise, Geldpreise und Urkunden in Fülle gab.

„Wir kommen nächstes Jahr wieder“, war ein Satz, der nach dem Rennen in Einruhr oft zu hören war.

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