Beschilderung verwirrt: Motorräder erreichen Woffelsbach nicht

Beschilderung verwirrt : Motorräder erreichen Woffelsbach nicht

Das emotional diskutierte Thema „Motorradfahren am Rursee“ ist auch beim Orts- und Verkehrsverein Rurberg-Woffelsbach ständig präsent. Vor allem das Thema Erreichbarkeit ist ein vorherrschendes Problem.

Dies wurde auch deutlich bei der Mitgliederversammlung des Vereins, als Hermann-Josef Bongard über die zweimal jährlichen stattfindenden Treffen des Arbeitskreises Tourismus berichtete.

Die schwierige Erreichbarkeit von Woffelsbach sei gerade für die Gastronomie „ein Riesenproblem“.

An der Freigabe der seit über 20 Jahren für Motorräder gesperrten L 128 zwischen Steckenborn und Woffelsbach möchte sich die Gruppe nicht weiter abarbeiten, wohl aber zumindest erreichen, dass eine eindeutige Beschilderung deutlich macht, dass ab Rurberg Motorradfahrer ungestraft und unproblematisch Woffelsbach ansteuern dürfen.

Bongard: „Wir sollten nicht die überwiegende Anzahl der Motorradfahrer, die sich vernünftig verhält, außen vor lassen.“ Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns legte Wert auf die Feststellung, dass die erwähnte Streckensperrung nicht aufgrund der Lärmproblematik erfolgt sei, sondern als Ursache einer stark erhöhten Unfallhäufigkeit. Für die angeregte Verbesserung der Beschilderung zeigte er sich gesprächsbereit.

Die Arbeitsgruppe Tourismus hat sich im vergangenen Jahr auch einmal mehr mit der Einführung einer Gästekarte für den Bereich Monschauer Land/Rurseengebiet befasst. Auch dies, so Bongard, sei ein schwieriges Thema, „weil viele Akteure an einen Tisch gebracht werden müssen“.

Weitere Überlegungen betreffen die Installierung einer Webcam am Antoniushof, wie das heute bei fast allen touristischen Destinationen üblich sei, berichtete Bongard. Der Orts- und Verkehrsverein will sich auch für die Verbesserung des Ruruferradweges im Bereich Woffelsbach einsetzen. Wünschenswert wäre eine Streckenführung vorbei an der Kläranlage ins Schilsbachtal, um das extreme Steilstück im Bereich Kirschberg zu umgehen.

Auch den beliebten Wanderweg entlang des Obersees zwischen Einruhr und Rurberg würde man gerne als familienfreundliche Radstrecke ausweisen. Auch hier ist das kleine bergige Teilstück im Bereich Hannesauel der Knackpunkt.

Astrid Joraschky, die Geschäftsführerin der Rursee-Touristik, hat sich ebenfalls schon mit dem Thema der fehlenden Barrierefreiheit des Oberseeweges befasst. Sie räumte aber ein, dass kurzfristig wohl keine Lösung in Sicht sei. Das Umweltamt der Städteregion Aachen sei nicht bereit, Veränderungen der Wegeführung im Bereich des dortigen unter Schutz stehenden Felsspornes vorzunehmen.

Die einzige Möglichkeit sei eine Verlegung des Radweges über ein unterhalb liegendes Privatgrundstück, aber auch hier sei aktuell keine Einigung in Sicht.