Monschaus Bürgermeisterin Ritter beklagt, DHL-Group sei unkooperativ

Deutsche Post: Bürgermeisterin Ritter: „DHL-Gruppe ist unkooperativ“

Die Situation mit der „Deutschen Post DHL Group“ in Monschau ist angespannt. Bürgermeisterin Margareta Ritter beklagt, die Gruppe sei nicht kooperativ. Keine Rückmeldungen.

Die Situation mit der „Deutschen Post DHL Group“ in Monschau ist angespannt. Nachdem in Imgenbroich im vergangenen Jahr die Postfiliale geschlossen hat und auch in Monschau selbst keine mehr ist, sind Post-Kunden darauf angewiesen, unter anderem zur Paketabholung nach Simmerath zu Bürobedarf Kogel zu fahren. Für Bürgermeisterin Margareta Ritter ist diese Situation so nicht tragbar. Sie forderte die Post auf, sich um die Eröffnung einer neuen Filiale zu kümmern. Doch darauf gab es bisher keine Reaktion. „Leere Lokale gibt es hier genug. Ich habe der Post das mitgeteilt, aber dort reagiert einfach niemand auf meine E-Mails“, sagte sie.

Ende November meldete sich der Regionale Politikbeauftrage Berthold Hoppe von der „Deutsche Post DHL Group“ bei Ritter, nachdem sie Informationen zum Sachstand gefordert hatte. Man führe Gespräche mit einer Interessentin, hieß es.

Am 6. Dezember informierte Ritter die Post, dass eine Immobilie in Imgenbroich leerstehe, die sich ihrer Meinung nach eigne, um dort eine Filiale einzurichten. Wenige Tage später, am 14. Dezember, schrieb sie Hoppe erneut. Drei Geschäftslokale seien frei. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass Sie kein Angebot schaffen können“, steht darin zu lesen. Und weiter: „Wir und die Bevölkerung sehen den Versorgungsauftrag bei der Deutschen Post.“ Es sei die Aufgabe der Post, dafür zu sorgen, dass ein Angebot geschaffen werde und nicht die, darauf zu warten, dass ein Dienstleister sich zur Verfügung stelle, bei dem die Post dann einfach Synergien nutzen könne. Die E-Mails liegen der Redaktion vor. Auch hier: keine Reaktion seitens der Gruppe.

Bereits vor einigen Wochen hatte diese Zeitung bei der Gruppe den Sachstand nachgefragt, man suche einen neuen Partner und eine neue Räumlichkeit in Imgenbroich, hieß es damals. „Grundsätzlich sollte es in jedem Ort dieser Größe eine Filiale geben, bei der unsere Kunden ihre Pakete abholen und auch abgeben können“, sagte Gahr. Doch getan hat sich seitdem nichts. „Ich habe das Gefühl, die wollen so lange warten, bis sich alle einfach daran gewöhnt haben“, prognostizierte zur gleichen Zeit Udo Kogel, Inhaber des Bürobedarfs.

„Die Beschwerden der Bürger häufen sich natürlich“, so Ritter. Es sei ein Unding, dass sich die Post so unkooperativ zeige und ihre E-Mails einfach wochenlang ignoriere. Die Stellungnahme der Post zu diesem Vorgehen gleicht indes einer Floskel: „Wir haben die Informationen und E-Mails bekommen. Sie wurden weitergeleitet und jetzt wird geprüft, ob das möglich ist, mehr kann ich ihnen zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen“, erläuterte Pressesprecher Achim Gahr. Man hätte ohnehin vorgehabt, zeitnah Kontakt zur Verwaltung zu suchen.

Wie Ritter daraufhin sagte, sei das nun auch Geschehen. „Es hieß, man könne im Moment noch nichts Neues sagen“, sagte sie.

Ob eine Einigung erzielt werden kann, bleibt also abzuwarten.

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