Monschau: Monschauer Weihnachtsmarkt startet mit einer Qualitätsoffensive

Monschau: Monschauer Weihnachtsmarkt startet mit einer Qualitätsoffensive

Es bedurfte deutlicher Worte, damit sich der Monschauer Weihnachtsmarkt 2017 in einem neuen Licht präsentiert. Einmal hatte sich die Kritik der Besucher am äußeren Erscheinungsbild des Marktes mit überquellenden Müllbehältern und der Dominanz der Verzehrbuden gehäuft, zum anderen hatte die Stadt Monschau als Veranstalter auf eine neue Konzeption gedrängt, denn auf das idyllische Ambiente in der historischen Altstadt allein als Anziehungspunkt allein wollte man sich mehr verlassen.

Die vielen Gespräche mündeten in einer Qualitätsoffensive, die dem Markt nach 40 Jahren seines Bestehens einen neuen Schub geben soll. Die neuen Lichtnetze, die quer über Altstadtgassen gespannt wurden und an Monschauer Tuche erinnern sollen, machen für den Besucher das neue Erscheinungsbild bereits sichtbar.

„Da wurden einige neue Investitionen getätigt“, sagte Marktleiter und Ortsvorsteher Georg Kaulen bei der offiziellen Eröffnung des Marktes an der Märchenbühne am Aukloster. Hier führte die Frauen- und Müttergemeinschaft Monschau den Märchen-Klassiker Frau Holle auf, der auch an den kommenden Freitagen jeweils um 17 Uhr dargeboten wird.

Insgesamt sind es 70 Aussteller, darunter 44 Holzbuden, die an den kommenden Adventswochenenden für mehr Angebotsvielfalt sorgen sollen. Unter diesen Umständen erscheinen die 32 Verzehrbuden auch angemessen. Die Fläche des Weihnachtsmarktes wurde um den Gerberplatz erweitert, wo fünf weitere Buden Platz fanden. Auch ein Gang in den Kreuzgang des Auklosters dürfte sich jetzt wieder lohnen, wo die Kunsthandwerker aktiv sind.

Versenkbare Poller geplant

Auf drei Säulen steht die neue Weihnachtsmarkt-Konzeption, erläuterte Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter. Die Buden, die lediglich Weihnachtsartikel, Dekowaren und Souvenirs anbieten wurden von der Standmiete befreit, wobei diese fehlenden Einnahmen durch erhöhte Standgelder bei den Verzehrbuden aufgefangen werden. Diesen Akt der Solidarität nahmen auch die Aussteller auf privaten Flächen auf, die sich ebenfalls mit finanzieller Beteiligung einbrachten.

Auch ein den Monschauer Verhältnissen angepasstes Sicherheitskonzept wurde mit dem Aachener Polizeipräsidenten abgestimmt. Dieses Konzept wird auch dazu führen, dass in Zukunft am Ende der Austraße in Höhe des Auklosters zwei versenkbare Poller (sogenannte Pilomaten) in das Straßenpflaster eingelassen werden, die bei Bedarf, und das wird nicht nur beim Monschauer Weihnachtsmarkt der Fall sein, zum Einsatz kommen.

Wegen des Totensonntags war der Monschauer Weihnachtsmarkt zum Start nur am Freitag und Samstag geöffnet. Der Besucherandrang zeigte zwar noch Luft nach oben, aber auch, dass Monschau an diesmal fünf Wochenenden in der Vorweihnachtszeit in der Freizeitplanung vieler Gäste aus der Region und außerhalb nach wie vor ein fest gebuchter Termin ist.

(P. St.)
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