Monschau: Monschauer Weihnachtsmarkt soll auf den Prüfstand

Monschau: Monschauer Weihnachtsmarkt soll auf den Prüfstand

Die Gäste finden ihn einfach nur total romantisch, für viele Einheimische hält sich dagegen die Euphorie in Grenzen: Der Monschauer Weihnachtsmarkt, vor rund vier Jahrzehnten in der historischen Altstadt aus der Taufe gehoben, liefert auch regelmäßig Stoff für Diskussionen.

Jüngster Anlass war ein im Monschauer Stadtrat diskutierter Antrag der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmer (AMU), den Weihnachtsmarkt 2017 um ein zusätzliches Wochenende (Freitag, 24. November, und Samstag, 25. November) zu erweitern, da der 4. Adventssonntag auf Heiligabend fällt und somit nicht als Verkaufstag zur Verfügung steht. Damit wäre der Weihnachtsmarkt 2017 an 13 Tagen gegenüber den sonst üblichen zwölf Tagen geöffnet.

Mehrheitlich (bei drei Nein-Stimmen) folgte der Stadtrat dem Antrag, den Markt in diesem Jahr an fünf Wochenenden zu öffnen. Als Gegner des Antrags meldete sich Kurt Victor (FDP) zu Wort. Er und auch das Bürgerforum lehnten eine Ausdehnung des Weihnachtsmarktes ab, da es in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit dem Verhalten der Besucher zu Lasten der Bevölkerung gegeben habe. Dieser Meinung schloss sich auch Georg Alt (SPD) an. Ein zusätzliches Marktwochenende sei problematisch. Auch müsse man über das Gesamtkonzept reden.

Werner Krickel (Grüne) legte Wert auf die Feststellung, dass es nicht um die generelle Ausweitung des Weihnachtsmarktes auf fünf Wochenende gehe, sondern um eine Ausnahmeregelung wegen der Feiertagssituation 2017.

Der Diskussionsbedarf zum Thema Weihnachtsmarkt aber war trotz dieser Klarstellung noch nicht gedeckt, denn auch Micha Kreitz (CDU) fand, dass es an der Zeit sei, das Thema Weihnachtsmarkt einmal „insgesamt zu betrachten“. Rückmeldungen aus der Altstadt erforderten diese Analyse. „Es geht auch um Qualitätsstandards. Da muss man offen über alles nachdenken.“

Diesen Bedarf sah auch Gregor Mathar (SPD): „Über die derzeitige Qualität des Monschauer Weihnachtsmarktes muss man sich einmal unterhalten, ebenso auch über das Thema Standgebühren.“ Es gebe zu denken, wenn Monschau inzwischen aus dem Ranking der schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland herausgefallen sei.

Monschaus Ortsvorsteher Georg Kaulen, gleichzeitig auch Leiter des Weihnachtsmarktes, wies abschließend darauf hin, dass als Folge der Öffnung des Weihnachtsmarktes bis zum 23. Dezember der Abbau der Buden erst ab dem 27. Dezember erfolgen könne.

(P. St.)
Mehr von Aachener Zeitung