Monschau: Monschauer Weihnachtsmark: Märchenhafter Auftakt

Monschau: Monschauer Weihnachtsmark: Märchenhafter Auftakt

Der Schnee fehlte, die „Glühweinkälte” auch, und so konnte der Monschauer Weihnachtsmarkt zum Auftakt am Freitag „nur” mit seiner immer wieder bezaubernden Kulisse und - buchstäblich - dem Lichtermeer glänzen.

Georg Kaulen, Altstadt-Ortsvorsteher und nun auch offizieller Marktleiter, erinnerte sich bei der offiziellen Eröffnung noch an das Jahr, „als das alles hier mit ein paar Buden begann”.

Heute bei der 34. Auflage ist der Monschauer Weihnachtsmarkt längst eine Großveranstaltung - und das auch im ordnungsbehördlichen Sinne. Bei mehr als 5000 Menschen treten Auflagen und Automatismen in Kraft, die für die Organisatoren bei der Monschau-Toursitik wie bei der Stadt Monschau erhebliche Mehrarbeit und -kosten verursachen. Kaulen korrigierte die öffentliche Darstellung diese Woche allerdings geringfügig. Nicht, wie berichtet, automatisch bei 5000 gezählten Menschen im Innenbereich würden die bereitgestellten Drängelgitter vorgeschoben und der Markt somit für weitere Besucher gesperrt. Vielmehr werde dies „nach Gefühl passieren, wenn wir den Eindruck haben, dass es zu eng wird”, so der frisch ernannte Marktleiter.

Die Marge 5000 sei lediglich der Wert, der diese zusätzliche Sicherheitsmaßnahme überhaupt verlange.

Von solchen Besucherzahlen aber war auch der populärste Weihnachtsmarkt der Eifel am Eröffnungstag weit entfernt. Fast schon angenehm leer waren Straßen, Gassen und Plätze, so dass man unbedrängt das reichhaltige Angebot in Augenschein nehmen konnte. 40 Buden aus Holz, liebevoll mit Tannengrün, Lichtern und Schmuck dekoriert, warten auf die Käuferschar, die meisten schon seit Jahrzehnten dabei.

Pralles Rahmenprogramm

Die „Budenordnung” wurde, meist auf Wunsch der Betreiber, geringfügig verändert, und auch die Partnerstadt Bourg Saint Andéol und das Komitee sind an „Patere Höffje” wieder mit von der Partie.

Ein pralles Rahmenprogramm lässt die besucher fast jede Stunde etwas erleben, seien es die Turm- oder die Alphornbläser, die Musikvereine aus der Region, die Lebende Krippe am Brauereimuseum oder die Märchenausstellung im Aukloster. Apropos Märchen: Auch in diesem jahr bietet der Monschauer Mütterverein wieder jeden Freitag um 17 Uhr am Vincent-Weber-Platz eine hübsche Märchenaufführung. In diesem Jahr wird „Der Froschkönig” vorgelesen und gespielt. Als Vorleserin Bettina Gonnermann sich würdevoll im Erzählstuhl niederließ, füllte sich der hell erleuchtete Platz vor der Aukirche sogar ein wenig.

Fernab von so viel Ruhe und beschaulichkeit stellt der An- und Abreiseverkehr des Weihnachtsmarktes die Organisatoren sowie Polizei und Busträger auch in diesem jahr vor eine wahre logistische Herausforderung. Von drei Punkten aus - Haag, Höfen und Himo - werden die Besuchermassen im Pendelverkehr zum Weihnachtsevent gekarrt und später wieder zum eigegen Pkw oder Bus. Das verlief am ersten Wochenende noch recht entspannt, dürfte insbesondere an den Folgewochenenden jedoch weitaus heftiger werden.

In Monschau ist man jedenfalls gewappnet, „direkt nach Ende der Klassik beginnen wir mit den Vorbereitungen zum Weihnachtsmarkt”, versichert Bianca Lanio von der Monschau Touristik, die wie jedes Jahr allen einheimischen Besuchern eigentlich nur einen Rat geben kann: „Freitags kommen und den Weihnachtsmarkt genießen!”

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