Monschau: Monschauer Gotteshaus von „nationaler Bedeutung”

Monschau: Monschauer Gotteshaus von „nationaler Bedeutung”

„Monschau ist in der Mitte evangelisch. Das haben wir immer gesagt, das schreiben wir an die Baustelle und das ist kein Scherz.” Bei Monschaus Gemeindepfarrer Jens Peter Bentzin ist erst einmal Freude angesagt, und Dankbarkeit für die vielfältige Unterstützung bei dem Bemühen, die evangelische Kirche im Herzen der kleinen Stadt zu sanieren und das Gotteshaus bald wieder eröffnen zu können, „so wie wir das alle wollen”.

Dankbar sei man dem CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Brandt aus Alsdorf, der den „sehr umfangreichen und detaillierten Förderantrag” nach dem Denkmal-Sonderförderprogramm der Kirchengemeinde Monschauer Land unterstützt habe, dankbar auch dem Ratsvorsitzenden der EKD, Nikolaus Schneider, der sich ebenfalls in der Hauptstadt für das Anliegen aus Monschau stark gemacht habe, dankbar vor allem auch den vielen Menschen in der Region, die sich „in vielfältiger Weise eingebracht” hätten.

Den Betrag von 200.000 Euro hat der Haushaltsausschuss des Bundestages jetzt freigegeben (wir berichteten). Jens Peter Bentzin spricht von einem „wichtigen Beitrag” zur Finanzierung des Sanierungsvorhabens. Er hoffe, dass es mit dieser Finanzspritze und mit den Eigenmitteln gelingen werde, einen Finanzierungsplan aufzustellen.

Wichtig sei allerdings, im Bewilligungsbescheid nachzuschauen, welche Leistungen bezuschusst werden und welche nicht. Auch konnte Pfarrer Bentzin nicht sagen, ob der Zuschuss des Landes in den 200 000 Euro bereits enthalten sei. Darüber hinaus gebe es Finanzierungszusagen von der Kirchbaustiftung der EKD und der Stiftung Deutscher Denkmalschutz, was, so Bentzin, für Monschau „erstmalig und damit einmalig” sei.

Mit einem weiteren Superlativ kann der evangelische Seelsorger aufwarten. Mit der Zusage der Bundesmittel sei „offiziell anerkannt”, dass das Gotteshaus aus der Blütezeit der Tuchmacherindustrie von „nationaler Bedeutung” sei, denn Bundesmittel gebe es nur für Objekte mit diesem Prädikat. Es existierten, so Bentzin weiter, in der Region sicherlich wichtige und bedeutsame Bauwerke, „aber meines Wissens nach kein Denkmal, das offiziell von sich behaupten kann, von nationaler Bedeutung zu sein”. Das sei „außergewöhnlich” und unterstreiche den besonderen Wert der evangelischen Kirche in der Nordeifel.

Der Protestantismus sei in der Vergangenheit von Bedeutung gewesen und werde es auch in der Zukunft sein.

Jens Peter Bentzin: „Wir bekennen uns zum Standort Monschau. Wir wollen bleiben. Und wir wollen für die Stadt und die Region noch einiges bewegen!”

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