Sanierung des Rursammlers in Monschau

Sanierung des Rursammlers : Betonklötze werden zurückgebaut

Eine aufwendige und langwierige Angelegenheit ist die Sanierung des Rursammlers. Über Jahre hinweg zieht sich der Neubau der Abwasserentsorgung einmal quer durch die Monschauer Altstadt.

War die Verlegung der Hauptabwasserleitung mitten ins Bett der Rur zu Beginn der 1970er Jahre Stand der Technik, so haben sich die Voraussetzungen etwa 45 Jahre später geändert.

In den Kanal eindringendes Wasser aus der Rur sorgt für einen hohen Arbeitsaufwand bei der örtlichen Kläranlage, da sauberes Flusswasser mitbehandelt werden muss. So beschloss der Rat der Stadt Monschau im Jahr 2016 die Sanierung der Kanalisation. Im vorigen Jahr wurde der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Die Kosten des Bauvorhabens werden zu 80 Prozent aus Fördermitteln des Landes finanziert.

In diesem Jahr nun wird der alte Rursammler teilweise stillgelegt. Das Abwasser wird in Zukunft im Straßenkörper zur Kläranlage Rosenthal abgeleitet. Damals wurde teilweise das Rurgestein gesprengt und jede Menge Beton zur Errichtung der Schachtanlagen im Flussbett verfüllt. Diese besonders bei Niedrigwasser wenig ansehnlichen Betonbauwerke werden nun Stück um Stück mit nicht geringerem Aufwand als damals beim Bau wieder abgetragen.

Im Zuge weiterer Kanalbaumaßnahmen sind, wie berichtet, in den beiden kommenden Wochen weitere Einschränkungen im historischen Stadtkern erforderlich. So ist an mehreren Tagen eine Vollsperrung der Rurstraße erforderlich. Das umfangreichste Vorhaben in diesem Jahr ist jedoch die Errichtung einer Schmutzwasserpumpstation an „Richters Eck“, die in fast sechs Metern Tiefe installiert werden muss.

(P.St.)