Politischer Frühschoppen des CDU-Ortsverbands Kalterherberg

Von der B258 bis zu Tihange : Politischer Frühschoppen des CDU-Ortsverbands Kalterherberg

Der CDU-Ortsverband Kalterherberg hatte am Sonntag zum politischen Frühschoppen eingeladen. Neben dem Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter, dem CDU-Kreisvorsitzenden Hendrik Schmitz und dem stellvertretenden Stadtverbandsvorsitzenden Lukas Krüger, konnte die Vorsitzende des Ortsverbandes, Sonja Laschet, weitere 35 interessierte Bürger bei der Veranstaltung begrüßen und damit mehr als doppelt so viele wie im letzten Jahr.

In seiner Eröffnungsrede sprach Grüttemeier unter anderem vom Förderbescheid zum Radkompetenzdorf, welcher das touristische Angebot über Kalterherberg hinaus auch in Monschau und der ganzen Städteregion erhöhe, von verschiedenen Terminen, bei denen die Zusammenarbeit mit Belgien gestärkt werden soll und von der Mobilität aus der Eifel in Richtung Aachen.

Zunächst erklärte er die verschiedenen Ansichten der Stadt Aachen und der Eifelkommunen beim Ausbau der B 258 und sprach sich dann für neue Denkweisen aus. Ein stumpfes „wo jetzt zwei Spuren sind, müssen in Zukunft vier hin“ reiche heutzutage nicht mehr aus. Grüttemeier stellte die Möglichkeiten eines bedarfsorientierten Verkehrsleitsystems mit drei Spuren vor und sprach sich dafür aus, in Analogie zur Regio-Tram im Nordkreis auch im Südkreis über eine Lösung auf der Schiene zu sprechen.

In der Fragerunde standen sowohl der Städteregionsrat als auch die Bürgermeisterin zur Verfügung. Es wurde die Lärmbelästigung seitens des Truppenübungsplatzes in Elsenborn angesprochen, woraufhin die Bürgermeisterin berichtete, dass mit dem Wegfall des Flugbetriebs nun vermehrt Schießübungen stattfinden würden, der direkte Kontakt zum Lagerkommandanten in den letzten Jahren jedoch leider immer schwieriger geworden sei.

Nach der Forderung, Radarkontrollen nur an sicherheitsrelevanten Stellen im Straßenverkehr durchzuführen, versicherte Grüttemeier, dass ihn genauso oft Anfragen nach mehr Geschwindigkeitskontrollen erreichen und es schwer sei, in dieser Frage alle Seiten zufrieden zu stellen.

Als angeregt wurde, eine digitale Mitfahrerzentrale einzurichten, berichtete der neue Städteregionsrat, dass für die Mitarbeiter der Stadt Aachen, der Städteregion und der RWTH Aachen ein Testbetrieb einer solchen App gerade in Entwicklung sei.

Margareta Ritter beantwortete anschließend einige Fragen rund um den Netliner. Der flexible Kleinbus kann in naher Zukunft auch bis zum Bahnhof in Eupen gebucht werden und stellt somit eine Verbindung zum Schienenverkehr dar.

Abschließend wurde sich nach dem Sachstand um das belgische Atomkraftwerk Tihange erkundigt. In dieser Sache hat sich der Petitionsausschuss des Europaparlaments erst kürzlich, entgegen der Empfehlung der Kommission, für die Weiterverfolgung des Anliegens der Städteregion Aachen auf Herausgabe wichtiger Dokumente ausgesprochen.

Im Anschluss blieb bei einer stärkenden Suppe noch genügend Zeit, um sich im direkten Gespräch austauschen zu können.

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