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Noch zweimal wird "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" gespielt

Märchenaufführung des Konzener Theatervereins : Mit Optimismus den Teufel überlistet

Zweimal fast zwei Stunden Theaterunterhaltung bot am vergangenen Wochenende der Theaterverein „Concordia“ Konzen den kleinen und großen Zuschauern im Musik- und Kulturzentrum (MuK).

Das Grimm’sche Märchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ stand auf dem Spielplan und sorgte für Spannung, Spaß und viel Beifall.

„Es war einmal …“, beginnen die meisten Märchen der Gebrüder Grimm, die auch ihre spannendeGeschichte vom „Teufel mit den drei goldenen Haaren“ mit diesen Worten haben beginnen lassen. Darin geht es um den rechtschaffenen, aber armen Müllermeister (Alexander Läufer) und seinen Sohn Till (Maja), der einer Weissagung zufolge ein Glückskind sein soll. Als der faule königliche Bäckermeister (Kurt Victor) mit seinem cleveren Gesellen Hugo (Ramona Kaulard) eine große Lieferung Mehl beim Müller bestellt, muss Till ins Schloss, um die Lieferung abzugeben. Dort verliebt der Jüngling sich in die schöne Königstochter Loretta (Marie Banzet), die er, so seine feste Überzeugung, eines Tages heiraten wird.

Der ziemlich verwirrte König (herrlich gespielt von Markus Förster) aber will das Töchterchen noch nicht verheiraten und verhängt mit Hilfe seines gewitzten Hofmarshalls (klasse dargestellt von Julien Call) Hausarrest für die Prinzessin. Zudem stellt er Till eine schier unmögliche Aufgabe, wenn dieser die Königstochter heiraten möchte: Till soll drei goldene Haare des Teufels aus der Hölle beschaffen. Der optimistische Müllerssohn jedoch macht sich auf den Weg, begleitet von der ausgebüxten, verkleideten Loretta, die sich Till gegenüber aber erst kurz vor der Hölle zu erkennen gibt.

Mit Hilfe der Höllen-Haushälterin (Birgit Gillessen) gelingt es schließlich, dem garstigen Teufel (Andrea Werker) drei goldene Haare zu entreißen, die Till dann auftragsgemäß beim König abliefert. Doch nicht nur das: Till und Loretta bringen aus der Hölle sogar noch Lösungen mit, wie der trockene Brunnen des Winzers (Lea Hülsmann) wieder sprudeln kann und der kahle Obstbaum (Maximilian Banzet) des Bauers (Lucie Offele) wieder Äpfel trägt. So sind am Ende (fast) alle glücklich, und Till darf der schönen Loretta das Ja-Wort geben.

Die Premiere zeigte, wie fleißig die insgesamt zwölf Akteure in den letzten Monaten ihre Texte einstudiert und die 15 Helfer hinter den Kulissen die Bühne und die vier Vorstellungen vorbereitet hatten. Ein freundliches „Oooooh“ löste auch die Tanzgruppe mit ihren zwei Auftritten als Mehlsäckchen und Teufelchen aus. Nora Marie Klaus, Nora Klein, Joline van Zantfoort, Malou Förster, Amelie Retz, Mattis Kastenholz, Emelie Zimm und Antonia Puchner sowie ihren Trainerinnen Kristin Klaus und Susanne Klein war großer Schlussbeifall gewiss – ebenso wie allen Theatermachern auf und hinter der Bühne.

Wer die Geschichte noch selbst live und in Farbe erleben möchte, hat dazu am Samstag, 30. November, um 15 Uhr sowie am Sonntag, 1. Dezember, um 11 Uhr, noch zweimal Gelegenheit. Der Eintritt kostet 7 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder und Jugendliche. Karten mit Sitzplatzreservierung gibt es im Online-Ticketshop oder im Keilerstore, Am Handwerkerzentrum 10a in Imgenbroich. Auch an der Tageskasse sind noch Karten erhältlich. Weitere Infos gibt es auf www.theaterverein-konzen.de

(hes)