Neue Schützenkönigin Lisa Rader in Höfen gefeiert

Lisa Rader regiert jetzt in Höfen : Neue Schützenkönigin mit Umtrunk und Musik gefeiert

Die Höfener Kirmes wurde am Wochenende von drei Ortsvereinen in bester Zusammenarbeit ausgerichtet: vom Musikverein Lyra, dem Turnverein und der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft.

Es war ein Fest für Jung und Alt; die Kinder amüsierten sich auf dem Karussell und beim Auto-Scooter, die Erwachsenen besuchten den Kirmesball und verfolgten den spannenden Schießwettbewerb, als der neue Schützenkönig ermittelt wurde.

Bei der Jugenddisco am Freitagabend kam gute Stimmung auf, Anne Bergs legte auf, was dem jungen Publikum gefiel. Am Samstag freuten sich die Veranstalter über regen Zulauf beim Kirmesball; die Vereinshalle war gut gefüllt, als One Way zum Tanz aufspielte.

Im feierlichen Hochamt am Sonntagmorgen ging Pastor Schnitzler auf den Sinn des Kirchweihfestes ein. Die beiden Kirchenchöre aus Höfen und Rohren sangen gemeinsam, was für die Besucher ein wahrhafter Hörgenuss wurde. Beim anschließenden Frühschoppen unterhielt zunächst die Lyra die Gäste mit schwungvollen Darbietungen aus ihrem reichen Repertoire; am Nachmittag waren es die Blasmusiker aus Hümmel in der Südeifel, die in gekonnter Weise zünftige Stücke, Medleys und Tanzmusik spielten. Dazu ließen sich die Kirmesfreunde die leckeren Sachen vom Kuchenbuffet schmecken.

Am Montag hörte man dann um die Mittagszeit die Donnerbüchse: Die Schießwettbewerbe an der Vereinshalle hatten begonnen. Für die Zuschauer hatte man Zelte und Unterstände aufgebaut, denn es waren Regengüsse zu befürchten. In der Vereinsmeisterschaft erwies sich Alfred Klinkhammer als besonders treffsicher, er ließ Michael Heck und Andreas Haas hinter sich.

Beim Schießen um die Königswürde las Brudermeister Norbert Breidenich zu Anfang eine sehr lange Namensliste vor, die wurde nach dem zweiten Durchgang deutlich kürzer. Doch es traten einige wirklich ambitionierte Schützenbrüder und -schwestern an, die den Vogel herunterholen wollten. Zunächst wurde ihm der rechte Flügel herunter geschossen, dann der linke. „Der Vogel hat schon 62 Schuss ausgehalten“, verkündete Norbert Breidenich vor dem fünften Durchgang.

Immer mehr Zuschauer hatten sich eingefunden, und wieder unterhielt die Lyra sie bestens mit Polka, Märschen und böhmischen Weisen. Dass sich auch noch die Sonne blicken ließ, erfreute alle ganz besonders.

Im sechsten Schießdurchgang zielten die Schützen entschlossen auf den Rumpf des Vogels, die Holzsplitter flogen durch die Luft. In der siebten Runde waren noch vier Aspiranten mit höchster Konzentration bei der Sache, zwei Frauen und zwei Männer. Sie trafen alle. Doch der Vogel fiel nach dem Schuss von Lisa Rader, die restlichen Holzsplitter flogen in alle Richtungen. Es war der 82. Schuss, und sofort ging es los mit den Gratulationen der Schützenbrüder und -schwestern.

Lisa Rader kann gut schießen, das hat sie schon vor vier Jahren bewiesen, da war sie bereits einmal Schützenkönigin. Sie gehört schon viele Jahre der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft an, drei Mal war sie Schülerprinzessin und drei Mal Jungprinzessin.

„Es ist etwas Besonderes, in Höfen Schützenkönigin zu werden“, sagte Brudermeister Norbert Breidenich. Mit einem Umtrunk am Schützenhaus und viel Musik wurde Lisa Rader gefeiert.

(ale)
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