Monschauer Ausschuss: Sternenregion und Straßenbeleuchtung

Monschauer Ausschuss : Die Sternenregion und die Straßenbeleuchtung

Der Astronom Harald Bardenhagen war sichtlich in seinem Element, als er jetzt im Bau- und Planungsausschuss der Stadt Monschau das Projekt des Naturparks Nordeifel „Unterm Sternenzelt – Eifel bei Nacht“ vorstellte.

Das Ganze geschah im Zusammenhang mit der geplanten Umstellung der Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet, wozu von allen Fraktionen breite Zustimmung signalisiert wurde.

Bardenhagen wies zu Beginn darauf hin, dass der Naturpark Nordeifel mit seinem Projekt den Naturparkwettbewerb des Landes NRW gewonnen hat. Dabei habe die Jury das Konzept zur Bewahrung des dunklen Nachthimmels und die Beschreibung der Auswirkungen von Lichtverschmutzung auf Gesundheit und Biodiversität als besonders förderwürdig hervorgehoben. Der dramatische Rückgang der Fluginsekten zeige, dass der Umgang mit Licht und Beleuchtung kritisch hinterfragt werden müsse. Als Sieger des Landeswettbewerbs erhält der Naturpark eine maßnahmenbezogene Projektförderung von rund 400.000 Euro.

Wie Bardenhagen weiter erläuterte, ist für den Erfolg weiterer Maßnahmen eine kommunenübergreifende Einhaltung von Beleuchtungsrichtlinien für die „Sternenregion Eifel“ erforderlich. Ziel: Die Vermeidung von unerwünschten Nebenwirkungen von künstlichem Licht in der Nacht. Diese Lichtverschmutzung habe negative Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden und Artenvielfalt.

Werner Krickel (Grüne) sprach von einer großen Chance im Zusammenhang mit der geplanten Umstellung der Straßenbeleuchtung. Er regte an, zur nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschuss einen Vertreter der Stawag einzuladen, um sich über die technischen Möglichkeiten informieren zu lassen. Gregor Mathar (SPD) gab zu bedenken, dass dies letztlich auch ein Spagat zwischen Natur und Sicherheit sei, und Bürgermeisterin Margareta Ritter versicherte, dass man sich zeitnah mit der Stawag in Verbindung setzen werde.

(ho)
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