Monschau-Marathon fast ohne Plastik: 30.000 Becher aus Papier

Bei der 43. Auflage im August : Monschau-Marathon fast ohne Plastik

Der Monschau-Marathon geht neue Wege – aber nicht, was die beliebte und bewährte Naturstrecke durch das Monschauer Land angeht, sondern in Sachen Umweltschutz. Erstmals werden bei der 43. Auflage am 11. August die Erfrischungen auf der Strecke in Papp- statt Plastikbechern angeboten, außerdem wird die Zahl der Schwämme drastisch reduziert.

Am zweiten Augustwochenende heißt es zum 43. Mal Start frei zum Lauf-Erlebnis Monschau-Marathon. Die Organisatoren des TV Konzen und die große, erfahrene Helfercrew erwarten wieder mehr als 1500 lauf- und walkingbegeisterte Teilnehmer aus mehr als 20 Nationen.

Die positive Resonanz schlägt sich alle Jahre wieder auch bei der Abstimmung der Marathon-Plattform www.marathon4you.de zum beliebtesten Marathonlauf des jeweils vergangenen Jahres nieder. So wurde der Monschau-Marathon 2018 als Neunter erstmals unter die Top Zehn der Deutschen Marathonläufe gewählt und zum fünften Mal in Folge unter die Top Drei in NRW (hinter Köln und Münster). „Das macht uns schon stolz“, sagt Helmut Hoff, einer der Hauptorganisatoren der Großveranstaltung. „Für die riesige Helferschar ist dieses positive Voting ein echter Ansporn, den Laufgästen aus nah und fern auch zukünftig eine Veranstaltung mit viel Service zu bieten“, meint Timo Steffens, ebenfalls Mitglied im Orgateam.

Die Organisatoren haben sich schon kurz nach dem Lauf 2018 zusammengesetzt und überlegt, welche sinnvollen Veränderungen und Verbesserungen man einbringen möchte. Dabei hatten sie das Ohr nah am Trend der Zeit und beschlossen, den Monschau-Marathon noch umweltverträglicher zu gestalten. „Seit jeher legen die Verantwortlichen hier Wert auf eine umweltgerechte Marathonveranstaltung, indem zum Beispiel bei der Nudelparty nur wiederverwertbares Geschirr genutzt wird“, stellt Helmut Hoff fest. Doch in diesem Jahr möchte man noch einen Schritt weitergehen: „Im August werden wir statt der rund 30.000 Plastikbecher auf Pappbecher umstellen; lediglich Restbestände aus Plastik werden noch aufgebraucht“, so Hoff.

Ein weiteres Einsparen von künstlichen Stoffen (und dem enstprechenden Abfall) erhofft man sich von einer weiteren Neuerung: „Wir hatten bislang an den zwölf Verpflegungsstationen jeweils 500 Schwämme zur Erfrischung bereitgehalten. Künftig bekommt jeder für die großen Disziplinen gemeldete Athlet einen Schwamm von uns in sein Teilnehmerpaket, den er dann mit auf die gesamte Strecke nimmt“, erläutert Timo Steffens. Einsparung: Statt über 6000 Schwämmen werden nur noch gut 1000 benötigt – und später vom TV eingesammelt und entsorgt.

Vorbereitung hat begonnen

Ab Mai beginnt für die Sportlerinnen und Sportler die sogenannte heiße Phase. Das Training wird auf Langstrecke umgestellt. Viele trainieren vier bis sechs Mal die Woche, aufgeteilt zum Beispiel in lang und langsam, schnell, regenerativ und Einüben des Renntempos. Sehr empfehlenswert und nützlich: einmal wöchentlich eine knackige Trainingseinheit mit genügend Berg. Das ideale Terrain dazu bietet die Eifel ja ohnehin. Gute Fitnessgradmesser sind jedes Jahr die hiesigen Volksläufe, bei denen man die langsam steigende Form bestens testen kann: Vennlauf in Mützenich und Mittsommernachtslauf in Konzen, Roetgen, Rohren, Eicherscheid und vieles mehr stehen im Laufkalender dieses Sommers.

Gut vorbereitet geht es so in die verschiedenen Wettbewerbe am 10. und 11. August, allen voran der klassische 42,195-Meter-Lauf und der Ultra-Marathon (56 km, wieder ein Lauf zur achtteiligen Europacup-Reihe), der zunächst noch kurz auf der höchsten Erhebung der Städteregion, dem Mützenicher Steling, vorbeischaut.

Es gibt jedoch wie immer auch Wettbewerbe für nicht ganz so ambitionierte Hobbyspportler – darunter auch eine Neuerung: Der Genuss-Marathon ist das Event für Läuferinnen und Läufer, die den Monschau-Marathon ohne Wettkampfstress bereits in den frühen Morgenstunden (Massenstart: 6.15 Uhr) erleben möchten. Die Idee, den Laufklassiker in schönster Natur unter Gleichgesinnten zu genießen, steht hier an erster Stelle. Das Zeitlimit beträgt achteinviertel Stunden.

Selbstverständlich sind Walker mit und ohne Stöcke nach wie vor herzlich willkommen! Unterwegs ist an zwölf Stationen das gewohnt umfangreiche Verpflegungsangebot verfügbar. Beim Genuss-Marathon finden keine Siegerehrung und Altersklassenwertung statt. Jedoch erhalten alle Starter ein Funktionsshirt und alle Finisher, die bis 14.30 Uhr die Ziellinie in Konzen erreichen, ihre verdiente Marathon-Medaille sowie auf Wunsch eine Urkunde mit Zeitangabe und Gesamtplatzierung. Jeder Teilnehmer benötigt zwecks Zeiterfassung einen eigenen Champion-Chip oder leiht sich diesen beim Abholen der Startunterlagen vor Ort.

Für andere Sportler bietet der Staffelmarathon die Möglichkeit, sich in Häppchen an die Königsdistanz heranzuwagen. Lauffreunde aus den verschiedensten Vereinen, Cliquen aber auch Firmenangehörige können das einzigartige Laufevent durch den Naturpark Eifel mit den „Großen“ aus der Läuferszene zusammen erleben. Der Start der Staffeln findet zeitgleich mit den Marathonis um 8 Uhr am Konzener Dorfplatz in der Konrad-Adenauer-Straße statt.

Noch gemächlicher geht es Samstag, 10. August, beim Walking-Day in Konzen zu. Bereits seit Jahren lockt der Eifel-Panorama-Walk viele Sportsfreunde der NRW-Walking-Tour nach Monschau-Konzen. Angeboten werden zwei herrliche Naturstrecken am Rande des Hohen Venns. Entweder hinauf zum Steling und Kaiser-Karls-Bettstatt mit toller Fernsicht auf das Monschauer Land oder weiter unten die kurze Variante – beide Strecken decken alle Leistungsbereiche ab. Die Streckenlängen betragen 12,7 und 4,2 Kilometer, im vergangenen Jahr waren rund 200 Starter dabei. Und dann ist da samstags noch der Barmer-Mini-Marathon, „das Zehntel“ für alle großen und kleinen Läufer und ein Warm-up-Lauf für alle gemeldeten Marathon-und Ultraläufer.

Alle Infos unter: www.monschau-marathon.de

(hes)
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